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30.09.2013

14:47 Uhr

Subventionskürzung

Förderung für neue Solaranlage sinkt erneut

Der Boom bei Ökostrom zwingt die Bundesregierung zu weiteren Subventionskürzungen. Ab Dienstag bekommen Anbieter für ihren Solarstrom teilweise weniger als zehn Cent pro Kilowattstunde – und damit weniger als geplant.

Künftig gibt es weniger für grünen Strom: Der Staat senkt die Einspeisevergütung. obs

Künftig gibt es weniger für grünen Strom: Der Staat senkt die Einspeisevergütung.

BonnDie Förderung von Sonnenstrom sinkt ab Dienstag erneut deutlich. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, werde die Vergütung für Strom aus Solaranlagen, die ab 1. Oktober in Betrieb genommen werden, zum Teil erstmals unter zehn Cent je Kilowattstunde fallen.

Damit sinken die Subventionen statt um ein Prozent insgesamt um 1,8 Prozent und damit genau so stark wie in den Vormonaten. Grund für die stärkere Kürzung ist, dass der Neubau von Solaranlagen weiterhin höher ist als vom Gesetzgeber geplant.

Erneuerbare Energien werden gefördert, indem der Staat den Produzenten einen festen Abnahmepreis garantiert. Abhängig vom Datum der Inbetriebnahme der Ökostrom-Anlagen sinkt diese Einspeisevergütung regelmäßig. Für einmal eingerichtete Kraftwerke allerdings bleibt sie 20 Jahre lang gleich.

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Das System hat einen Boom erneuerbarer Energien in Deutschland ausgelöst. Weil dadurch die Förderkosten deutlich gestiegen sind, hat die schwarz-gelbe Bundesregierung ihre Subventionen in diesem Bereich mehrfach deutlich gekürzt.

Für Solaranlagen auf Freiflächen und besonders große Dachanlagen beträgt die Förderung ab Dienstag 9,88 Cent je Kilowattstunde. Damit fällt sie erstmals unter zehn Cent. Dadurch nähert sich die Förderung immer mehr dem Börsenstrompreis an, der aufgrund des steigenden Ökostrom-Anteils zuletzt stark gesunken ist. Für neue kleine und mittelgroße Dachanlagen beträgt die Förderung ab Dienstag 12,08 bis 14,27 Cent je Kilowattstunde.

Die Ökostrom-Förderung wird von den meisten Stromverbrauchern über die sogenannte EEG-Umlage bezahlt. Diese ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Grund hierfür waren der rasante Zubau von Solaranlagen, aber auch immer mehr Ausnahmen für energieintensive Unternehmen. Am 15. Oktober geben die Übertragungsnetz-Betreiber die Höhe der Umlage im kommenden Jahr bekannt. Experten erwarten erneut einen deutlich Anstieg.

Von

afp

Kommentare (2)

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HofmannM

01.10.2013, 09:18 Uhr

Diese Subventions Förderung zu Lasten des Stromendverbraucher (Strompreis) gehört sofort eingestampft! Diese Dauersubvention ist höchst unsozial! Danke!

Account gelöscht!

01.10.2013, 11:58 Uhr

Unsozial ist, dass die Stromkonzerne sinkende Strompreise nicht an die Endkunden weitergeben.
Unsozial ist, dass die unsere Kinder die sündhaft teure Entsorgung von Atommüll bezahlen dürfen.
Unsozial ist zudem, dass wir jährlich Milliarden an arabische Despoten bezahlen für Erdöl.
Das letzte was unsozial ist, wenn der benötigte Strom dezentral in der Region erzeugt wird!

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