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09.07.2014

16:25 Uhr

Sucht in Deutschland

Crystal Meth auf dem Vormarsch

Crystal macht schnell abhängig, wirkt verheerend - und ist offenbar nicht mehr nur eine Randerscheinung. Viel mehr Menschen gefährden sich allerdings durch Alkohol. Bei den Suchtkranken in Deutschland soll es einen starken Anstieg geben.

Weltweite auf dem Vormarsch: Immer häufiger stellt das Zollfahndungsamt N-Methylamphetamin, umgangssprachlich Meth oder Crystal, sicher. dpa

Weltweite auf dem Vormarsch: Immer häufiger stellt das Zollfahndungsamt N-Methylamphetamin, umgangssprachlich Meth oder Crystal, sicher.

BerlinRauschgift aus dem Drogenlabor wie Crystal Meth und Ecstasy breitet sich in Deutschland aus. Weit mehr Menschen hält aber ihre Alkohol- oder Nikotinsucht im Griff. So ist die Zahl der Alkoholabhängigen in Deutschland innerhalb weniger Jahre deutlich gestiegen. Das zeigen die jüngsten Erhebungen zu erlaubten und verbotenen Rauschmitteln in Deutschland.

Einen detaillierten Überblick gibt die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) an diesem Montag. Sie stellt den neuen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung vor. Erwartet wird, dass vor dem Hintergrund des Drogenverdachts gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann auch intensiv auf die Droge Crystal eingegangen wird.

Zahlen dazu hatten Mortler und der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, bereits im April präsentiert. So wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 77 Kilogramm Crystal Meth sichergestellt - so viel wie nie zuvor. Die Zahl der erstmals auffällig gewordenen Konsumenten der stark süchtig machenden Modedroge stieg um sieben Prozent auf 2746.

Konsumenten beschreiben, dass das Methamphetamin beim ersten Mal beeindruckend wirkt - aber schnell abhängig macht und zu erheblichen körperlichen und psychischen Schäden führt. Crystal stammt vorwiegend aus tschechischen Drogenküchen. Auch die Partydroge Ecstasy hat laut Ziercke nach jahrelangem Rückgang wieder Konjunktur. Das am häufigsten genommene illegale Rauschgift in Deutschland ist Cannabis.

Im Jahr 2013 starben 1002 Menschen an den direkten oder indirekten Folgen von Rauschgift - meist durch Heroin und andere Opiate.

Kommentare (1)

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Herr Eberhard Steinweg

09.07.2014, 20:55 Uhr

Wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen bei den sogenannten Drogen an der Beschaffung verrecken, dann ist der Alkohol um ein Tausendfaches toetlicher. Was kann man an Polizei einsparen bei Legalisierung.

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