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23.04.2014

13:12 Uhr

Tankstellen-Praxis

Zum Arztbesuch bei „Dr.ive in“

Im Mai will ein Wiener Allgemeinarzt seine Praxis an einer Tankstelle eröffnen. Das Geschäftsmodell: Die Untersuchung soll so schnell und einfach werden wie Volltanken.

Arztbesuch an der Tankstelle: Ab 1. Mai öffnet Österreichs erste „Drive-in-Ordination“. dpa

Arztbesuch an der Tankstelle: Ab 1. Mai öffnet Österreichs erste „Drive-in-Ordination“.

WienEin Allgemeinarzt in Wien will am 1. Mai in einer Tankstelle seine Praxis eröffnen. „Ein Arztbesuch - so schnell und einfach wie Volltanken“, verspricht der Mediziner Dieter Zakel.

Täglich von 6.00 bis 22.00 Uhr solle die kleine Praxis geöffnet sein - für die Behandlung wolle Zakel 50 Euro für 15 Minuten veranschlagen, berichteten mehrere Medien am Mittwoch über Österreichs erste „Drive-in-Ordination“.

Die Wiener Ärztekammer sieht das Konzept „eher kritisch“. Problematisch sei schon die Größe der Praxis mit nur acht Quadratmetern. „Inwieweit dort eine ernstzunehmende medizinische Behandlung möglich ist, ist fraglich“, sagte ein Experte der Ärztekammer. Zakel will zunächst eine dreimonatige Testphase wagen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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23.04.2014, 18:41 Uhr

Das traditionelle Selbstverständnis scheint manchem Mediziner abhanden gekommen zu sein. So gibt es in Wuppertal einen Dr.Alfred Witting, der den Vater eines Patienten kürzlich schriftlich aufgefordert hat, "einfach mal die Fresse zu halten". Der gute Mann war offenbar erbost, weil ihm durch eine Hamburger Klinik eine eklatante Fehldiagnose nachgewiesen worden war. Die Ärztekammer Nordrhein konnte bzw. wollte sich auch sechs Wochen nach Eingang der entsprechenden Beschwerde nicht dazu äußern, ob sie diese erstaunliche Tonart für angemessen, sachdienlich und mit den Verhaltenspflichten eines niedergelassenen Arztes für vereinbar halte. Auch der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, das CDU-MdB Rudolf Henke, zog es trotz mehrfacher persönlicher Ansprache vor, keine Stellung zu diesem berufsschädigenden Verhalten zu beziehen. Dadurch ist der Eindruck entstanden,
daß die Ärztekammer keinen Grund sieht, sich von diesem skandalösen Fehlverhalten zu distanzieren. In Medizinerkreisen hat diese falsch verstandene "Solidarität"
für erhebliche Empörung und völliges Unverständnis gesorgt.

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