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02.05.2014

09:53 Uhr

Tödliche Gefahr

Antibiotika versagen immer öfter gegen Bakterien

Tripper, Blutvergiftung oder Lungenentzündung – noch sind solche Krankheiten heilbar. Künftig könnten sie meist tödlich enden, warnt die WHO: Bakterien werden immer öfter resistent gegen Antibiotika.

Tabletten aus der Dose: Der Einsatz von Breitbandantibiotika fördert die Resistenzen bei vielen Bakterien. dpa

Tabletten aus der Dose: Der Einsatz von Breitbandantibiotika fördert die Resistenzen bei vielen Bakterien.

GenfEs ist ein Warnruf der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Bakterielle Infektionskrankheiten könnten künftig wieder mehr Menschen den Tod bringen – wie zu Zeiten vor der Entdeckung des Penizillins. Grund sei eine starke und globale Zunahme der Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika. Dies sei längst nicht mehr nur eine Befürchtung, sondern bereits überall zu beobachten, erklärte die WHO am Mittwoch in Genf: „Es geschieht genau jetzt in jeder Region der Welt und kann jeden treffen, in jeder Altersgruppe, in jedem Land.“

Die seit Jahren zunehmende Antibiotika-Resistenz vieler Erreger „ist jetzt eine der Hauptgefahren für die Gesundheit“, betonte die WHO bei der Vorlage ihres ersten globalen Berichts zu diesem Problem. „Ohne dringende und koordinierte Aktionen der Beteiligten steuert die Welt auf eine Nach-Antibiotika-Ära zu“, sagte der stellvertretende WHO-Direktor Keiji Fukuda. „Simple Infektionen und kleinere Verletzungen, die seit Jahrzehnten behandelbar waren, können erneut töten.“

Weltweit seien entschlossene Aktionen nötig. Dazu gehöre beispielsweise ein leistungsfähiges Labornetz, das aufkommende Resistenzen rasch erkennen und entsprechende Informationen für ein schnelles Gegensteuern sammeln und weitergeben kann. Doch nicht alle Länder seien dazu in gleichem Maße in der Lage. Außerdem müsste Infektionen effektiver vorgebeugt werden.

Aber auch relativ einfache Maßnahmen werden von der WHO empfohlen: Ärzte sollten Antibiotika nur noch dann verschreiben, wenn sie sicher sind, dass diese wirklich unbedingt nötig sind. Zudem sollten Patienten möglichst nicht Breitband-Antibiotika, sondern nach entsprechenden genauen Untersuchungen gezielte Wirkstoffe verabreicht werden. Es müsse Bakterien schwerer gemacht werden, sich anzupassen und Widerstandskraft gegen die jeweiligen Wirkstoffe von Medikamenten zu entwickeln. Krankheitserreger entwickeln besonders dann Resistenzen gegen Antibiotika, wenn die Medikamente in großem Maßstab eingesetzt werden.

Dazu tragen auch Antibiotika in der Tierhaltung bei. Der großflächige Einsatz in der Schweine- oder Geflügelmast steht daher seit langem in der Kritik. Seit 1. April gelten in Deutschland deshalb neue Meldepflichten und strengere Vorgaben für Bauern und Tierärzte. Die neuen Regeln sollen den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast eindämmen.

Ein breites Spektrum von Krankheitskeimen ist mittlerweile resistent gegen Antibiotika. Wissenschaftler untersuchten im Auftrag der WHO vor allem die Entwicklung bei sieben Bakterienarten, die Erreger für eine Reihe allgemein bekannter Infektionskrankheiten sind – darunter Blutvergiftung, Lungen- und Harnwegsentzündungen sowie die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, bekannt auch als Tripper.

Dabei stellten sie unter anderem fest, dass einer der häufigsten Erreger für Infektionskrankheiten, das Darmbakterium Klebsiella pneumoniae, inzwischen in allen Regionen der Welt starke Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt hat. Ähnlich sei die Entwicklung bei etlichen anderen Bakterienarten und den jeweils gegen sie eingesetzten Wirkstoffen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

02.05.2014, 10:26 Uhr

Wo die Pharmaindustrie versagt, hilft die Natur weiter!
Mit Phagen und über Jahrtausende erfolgreichen Bienenprodukten (Propolis, Honig) sind auch aktuelle Bakterienstämme behandelbar. Da damit kein Geld verdient wird, wird es von der Pharmaindustrie in's Lächerliche gezogen oder die Erfolge gar verleugnet. Doch es gilt immer noch: Wer heilt hat recht!

Account gelöscht!

02.05.2014, 14:58 Uhr

"Blutvergiftung oder Lungenentzündung ... Künftig könnten sie meist tödlich enden, warnt die WHO"

Kennt die WHO kein Silberkolloid?

Oder will die WHO nichts von Silberkolloid wissen, weil die privaten Pharmakonzerne damit kein Geld verdienen können?

Warum berichten die privaten Medienkonzerne nicht von Silberkolloid???

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