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31.07.2014

06:00 Uhr

Udo Möhrstedt

Protektionismus hilft niemandem

Udo Möhrstedt ist Gründer und Chef des Solaranlagen-Händlers IBC Solar. Er glaubt nicht, das hohe Zölle für Konkurrenzprodukte aus China seine Branche nach vorne bringen können.

Udo Möhrstedt: Der Firmengründer hält nichts von falschem Protektionismus.

Udo Möhrstedt: Der Firmengründer hält nichts von falschem Protektionismus.

Welche Innovation hat die Welt am nachhaltigsten verändert?
Die Entdeckung der Kernspaltung.

In welchen Momenten kommen Ihnen die besten Ideen?
Beim Baumfällen bzw. Holzspalten mit der Axt und/oder beim Hochsee-Segeln.

Wer ist für Sie der größte Visionär?
Leonardo da Vinci – wegen seines Traums, fliegen zu können.

Sollte der, der Visionen hat, wirklich zum Arzt gehen?
Ganz im Gegenteil. Ärzte sollten häufiger zu den Visionären gehen.

Seit Ende Juli geht die US-Regierung schärfer gegen Dumpingpreise für Solarmodule aus Fernost vor. Unternehmen, die ihre Module hauptsächlich in China produzieren, werden mit rund 42 Prozent Zoll belastet. Ist das ihrer Meinung nach gut oder schlecht für Innovationen im Bereich der Solarmodule?
Das Ganze ist absolut schlecht für alle, Protektionismus hilft niemandem. Die US-Regierung hat leider – wie die EU auch – keine Strategie zur Entwicklung einer starken Solarindustrie – im Gegensatz zu den Chinesen.

Von

dah

Kommentare (4)

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Herr Martin Ivers

31.07.2014, 08:26 Uhr

Seit wann braucht eine Regierung eine Strategie für den Aufbau dieser oder jener Industrie?
Was staatliche "Strategen" verbocken, kann man in Deutschland überall beobachten.

Frau Paula Friedrich

31.07.2014, 09:02 Uhr

Nur ein Beispiel, ohne staatliche Unterstützung und eine langfristige Strategie gäbe es Airbus nicht. Viele grundlegenden Entwicklungen für Photovoltaik, Solarthermie und bei Windrädern (Growian 1983) kommen aus Europa. Aus Asien kommen dann, wie in vielen anderen Fällen, die fertigen Produkte. Es gibt zu wenig Strategien und vor allem zu wenig Kapital für innovative Produkte. Deutsche müssen auswandern um Firmen zu gründen (z.B. von Bechtolsheim SUN Computer). Beispielsweise wurde Apple mit der Technik mp3 vom Fraunhoferinstitut in Würzburg/Erlangen erst reich. Das gleiche findet in der Bio- und Nanotechnik gerade statt. Es sind nicht die fehlenden Ideen - es fehlen Strategieen und die Basis bzw. das Kapital für die Vermarktung neuer Produkte. In Europa werden leider nur bestehende Konzerne gefördert - die innovativen bleiben auf der Strecke. Ohne Weitblick und gute Strategien hat auch in der Geschichte nichts funktioniert. Schlecht ist es wenn Politiker sich die Arbeit von Lobbyisten erledigen lassen.

Account gelöscht!

31.07.2014, 11:39 Uhr

Das Zwangs-Subventionsgesetz EEG für den Stromendverbraucher abschaffen und wir werden sehen, wie weit diese Erneuerbare Energiemafia Branche am realen Energiemarkt noch bestand hat. Aber dazu sind ja die Abzocker der Photovoltaikbranche und der EE-Branche zu Feige...dann lieber weiter den Stromkunden und damit die deutsche Gesellschaft abzocken und in den Ruin trieben durch den Verlust von wertschöpfenden Industriearbeitsplätzen in den andern Branchen.

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