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16.09.2013

11:47 Uhr

Umfrage

Fast jeder Zehnte wurde im Sommerurlaub krank

Schnupfen und Stürze statt Sonne und Spaß: Im Sommerurlaub hat es beinahe jeden Zehnten in Deutschland erwischt. Vor allem Menschen im Norden waren krank – und viele jüngere Urlauber.

Strand im Ostseebad Zinnowitz: In Norddeutschland sind einer Umfrage zufolge mehr Menschen im Urlaub erkrankt. dpa

Strand im Ostseebad Zinnowitz: In Norddeutschland sind einer Umfrage zufolge mehr Menschen im Urlaub erkrankt.

HamburgErst kämpft man sich monatelang durch den Arbeitsalltag – und dann kommt ausgerechnet im Urlaub eine Erkältung oder gar ein Unfall. Fast jeder Zehnte in Deutschland ist einer aktuellen Umfrage zufolge in den Sommerferien krank geworden. „Vor allem jüngere Urlauber und Menschen aus dem Norden erwischte es, während die Bayern im Ländervergleich meist verschont blieben“, sagt der Sprecher der DAK-Gesundheit, Rüdiger Scharf.

Die Krankenkasse hat die repräsentative Forsa-Umfrage für ihren Urlaubsreport 2013 in Auftrag gegeben. Befragt wurden 1003 Menschen über 18 Jahre, die ihren Sommerurlaub schon hinter sich hatten. Die Kassen erheben nicht, wie oft sich Arbeitnehmer aus dem Urlaub krankmelden. Wissenschaftler bemerken seit Jahren, dass Menschen häufig krank werden, wenn sie sich entspannen. Vermutet wird, dass sie körperliche Probleme wegen ständiger Überlastung erst in Freizeitphasen wahrnehmen.

Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen war im Sommerurlaub krank oder verletzt. Im Vergleich zu den anderen Altersgruppen ist das der Spitzenwert: Von den restlichen Befragten im Alter zwischen 30 und über 60 Jahren waren lediglich sechs bis sieben Prozent betroffen. Möglicherweise gingen die jungen Urlauber höhere Risiken ein, erklärt Scharf.

Bei der Umfrage fallen große regionale Unterschiede ins Auge: Während es 14 Prozent der Norddeutschen in den Ferien erwischte, waren es in Bayern nur fünf Prozent der Befragten. Die Umfrage bietet keine Erklärung dafür. In Nordrhein-Westfalen klagten sieben Prozent über Krankheiten oder Verletzungen, in Baden-Württemberg zehn Prozent. Frauen (zehn Prozent) und Männer (neun Prozent) waren etwa gleich häufig betroffen. Auch die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland (zehn bzw. neun Prozent) fallen kaum ins Gewicht.

Am häufigsten fingen sich die Urlauber eine Erkältung ein (31 Prozent), an zweiter Stelle kamen Unfälle oder Stürze (27 Prozent). Fünf Prozent mussten sich in den Sommerferien operieren lassen, und ebenfalls fünf Prozent litten an einem Magen-Darm-Infekt. Vier Prozent klagten über psychische Probleme wie etwa eine Depression. Urlaubstypischer klingt dagegen, dass sieben Prozent der Befragten einen Sonnenbrand hatten.

Von

dpa

Kommentare (4)

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wolfshund

16.09.2013, 12:17 Uhr

Wenn man sich dieses Foto vom Strandbad Ostseebad ansieht, kann man nur KRANK werden!! Die vielen Glücksuchenden, die sich nur bedrängen wie in einer dichten Fussgängerzone, schieben damit ihren eigenen Blutdruck an, kein Platz, Schweiß-, und Sonnenmilch-mief vom Nachbarn - wie in einem Strandghetto: GRAUSAM. Auch die Dummheit der Massen, diesen manipulierten Katalogen zu folgen, das als URLAUB zu bezeichnen. Ballerfrau Ostsee nach Ballermann Mallorca-Jahrzehnten....

Account gelöscht!

16.09.2013, 12:57 Uhr

"Wenn man sich dieses Foto vom Strandbad Ostseebad ansieht, kann man nur KRANK werden!!"
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Wenn Sie mich in diesem Ameisenhaufen festketten würden, würde ich mich losrosten und schreiend davonlaufen! Krank ist sowas und krank kann man davon werden.
Aber es ist auch das allgemeine Leben. Die Belastungen im Beruf sind doch oft enorm und die wenigsten sorgen für einen gesunden Ausgleich. Statt dessen sitzen, sitzen, sitzen, im Büro, im Auto, vor der Glotze, vor der Playstation, dazu zuviel und das falsche essen, zuviel Chips und Bier.
Sich mal auslüften, Sport treiben, frische Luft tanken resp. Outdoor-Aktivitäten pflegen über ein bißchen Schmalspur-Walken hinaus? Fehlanzeige. Die meisten hierzulande sind völlig verweichlicht, regelrechte, jämmerliche Couch Potatoes. Im Urlaub, wenn die berufliche Anspannung wegfällt, kommt dann alles zum Vorschein und sich in Aktivitäten stürzen, die man das ganze Jahr nicht pflegt, sorgt dann für Unfälle, weil sich die Leute einbilden, sie wären fit, es aber definitiv nicht sind.
Mal zum Nachdenken:
Ich laufe im Jahr 4000-5000 km bei Wind und Wetter, egal ob es aus Eimern kübelt oder bei krachendem Frost, selten dicker angezogen als mit T-Shirt und Hundeführerweste. Nur starke Hitze meide ich. Einen Arzt habe ich seit zig Jahren nicht mehr gesehen, null Übergewicht und jederzeit gut für einen 30 km-Marsch, abgehärtet bis zum "Gehtnichtmehr". Ich soll ich mal was sagen? Es macht Spaß, seinen Körper so zu fordern!
Ich sitze auch viel vor dem Computer, beruflich zwangsweise, aber die Zeit draußen mit meinen Hunden nehme ich mir, egal, was passiert, egal, was ansteht. Wenn ich die nämlich nicht bekomme, werde ich für meine Umgebung ausgesprochen ungenießbar! :-)

Account gelöscht!

16.09.2013, 12:59 Uhr

Es werden auch viele Gastarbeiter im Heimaturlaub krank...

Gibt es genaue Zahlen nach Nationalität?

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