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14.11.2013

12:59 Uhr

Umfrage unter Führungskräften

Ja zur Energiewende, Nein zu höheren Preisen

Die Führungskräfte stehen laut einer Umfrage hinter der Energiewende. Allerdings sorgen sie sich um steigende Strompreise – wollen aber gleichzeitig die Ausnahmeregelungen für die energieintensive Industrie beibehalten.

Windkraft sorgt für grüne Energie. Das wird von Führungskräften prinzipiell befürwortet, die höheren Strompreise aber nicht. dpa

Windkraft sorgt für grüne Energie. Das wird von Führungskräften prinzipiell befürwortet, die höheren Strompreise aber nicht.

Frankfurt/MainDie Energiewende hat unter Führungskräften in Deutschland einen großen Rückhalt. Drei von vier Managern sprechen sich für den Ausstieg aus der Atomkraft aus. Gleichzeitig sorgen sie sich aber um mögliche negative Folgen für die Wirtschaft. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) unter 700 Führungskräften. Demnach darf der Ausstieg aus der Atomkraft keine Arbeitsplätze vernichten oder den Wirtschaftsstandort schwächen, finden die Führungskräfte.

Vielleicht gerade deshalb wollen zwei von drei Befragten auch, dass die energieintensive Industrie weiterhin von der Ökostromumlage befreit wird – selbst, wenn dies zu höheren Strompreisen führt.

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Kurios dabei ist, dass die Führungskräfte im privaten Haushalt ganz andere Ansichten vertreten. Wenn es um den Strom im eigenen Heim geht, stellen sich immer mehr gegen höhere Preise. Im Juni 2011 haben neun Prozent der Befragten jegliche Stromerhöhungen kategorisch abgelehnt, aktuell ist es gut jeder Fünfte (22 Prozent).

Und selbst diejenigen, die prinzipiell mehr für Strom aus Wind- und Solarkraft zahlen würden, wollen nicht mehr so viel ausgeben wie noch 2011. Die Bereitschaft, mehr Geld für grüne Energie zu zahlen, hat sich unter den Befürwortern mehr als halbiert: Vor zwei Jahren hätten die Befragten noch 14 Prozent mehr ihrer Jahresrechnung an die Stromversorger entrichtet, inzwischen liegt der Wert nur noch bei sechs Prozent.

Dementsprechend sprechen sich auch immer weniger Befragte für die Förderung von grünem Strom aus – im Gegenteil. Mehr als jeder zweite Befragte (55 Prozent) würde den Ausbau von Wind- und Solaranlagen einschränken. Das gilt laut VCI-Umfrage besonders für die Zahl der Anlagen und die Subventionen.

Kommentare (6)

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HofmannM

14.11.2013, 13:37 Uhr

Kein Mensch braucht diese wirtschafts- und wohlstandsvernichtende Energiewende! Der Manager, der sich für die sog. Erneuerbaren Energien ausspricht, der hat von betriebswirtschaft, volkswirtschaft und Physik KEINE AHNUNG!!! Energiewende/EEG = Armut und Mangel!!!
Diese angeblichen Manager sollten sich erstmal mit dem Thema Energiegewinnung und Versorgung beschäftigen anstatt hier politisch geprägte Energiewendeparolen von sich zu geben!!!

Account gelöscht!

14.11.2013, 13:44 Uhr

Zitat: "Ja zur Energiewende, Nein zu höheren Preisen"

Wenn das wirklich die überwiegende Meinung bei den Führungskräften der Wirtschaft ist, dann kann man nur sagen: "Gute Nacht, Deutschland!"

Diese zitierte Position ist ja so dumm wie die Forderung, es solle regnen, aber die Straße solle nicht nass werden. Es gibt keine Energiewende ohne ständig steigende Strompreise! Das ist einfach ein Fakt.

Wenn die Führungskräfte unserer Wirtschaft tatsächlich derartigen Unfug fordern, was ich einfach nicht glauben mag, müsste man sich große Sorge machen um die Zukunft unserer großen Unternehmen. Das Wort von den "Nieten in Nadelstreifen" bekäme vor diesem Hintergrund ganz neue Brisanz.

vandale

14.11.2013, 14:53 Uhr

Die Aussage erstaunt mich nicht.

Auch in meinem Berufsumfeld wünschen sich die Manager gewaschen zu werden ohne dabei nass zu werden.

Die szialistischen Politiker versprechen der Bevölkerung alle möglichen Leistungen und verprechen die dazu erforderlichen Mittel von anderen zu nehmen. Im Falle vieler EU Staaten funktioniert das auch weil Fr. Merkel gerne Deutsche Steuergelder verteilt.

Vandale

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