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17.07.2013

10:23 Uhr

Umfrage

Vielen Deutschen fehlt Masern-Impfschutz

Die Weltgesundheitsorganisation will die Masern schnell ausrotten, doch nicht alle Menschen machen mit: Ein Fünftel der Deutschen ab 18 Jahren ist einer Umfrage zufolge nicht gegen das Virus geimpft.

Zu wenig Schutz gegen Masern: Die meisten Deutschen wollen eine Impfpflicht. dpa

Zu wenig Schutz gegen Masern: Die meisten Deutschen wollen eine Impfpflicht.

BerlinJeder fünfte Erwachsene in Deutschland ist einer Umfrage zufolge nicht gegen Masern geimpft. 21 Prozent haben demnach keinen Impfschutz gegen das Virus, 12 Prozent wissen nicht, ob sie immunisiert wurden. Das ergab eine repräsentative, online durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa. In den vergangenen Wochen gab es in Deutschland auffällige Masern-Ausbrüche, die bis hin zu einer Schulschließung führten.

Die Meinungsforscher befragten vom 12. bis 15. Juli insgesamt 1051 Bürger ab 18 Jahren. Nur 67 Prozent der Interviewten gaben an, gegen Masern geimpft zu sein. Für die Ausrottung der Krankheit sind aber weltweit Quoten von über 95 Prozent nötig. Die Weltgesundheitsorganisation hat sich dieses Ziel bis 2015 auf die Fahnen geschrieben.

Derzeit prüft das Bundesgesundheitsministerium, wie die Ausbreitung der Masern verringert werden kann. In Erftstadt bei Köln musste vor kurzem eine Waldorfschule geschlossen bleiben, nachdem dort mehr als zehn Schüler an Masern erkrankten. Nur ein Viertel der Schüler konnte einen Impfschutz nachweisen. Allein im ersten Halbjahr 2013 wurden dem Berliner Robert-Koch Institut (RKI) mehr als 1070 Fälle gemeldet, der Großteil davon in Bayern (478) und Berlin (400).

Masern gelten als eine der ansteckendsten Krankheiten überhaupt. Schwere Komplikationen sind selten, aber es gibt sie. Im Juni starb ein 14-Jähriger an den Spätfolgen einer Infektion. Er hatte sich als Säugling in einem Wartezimmer mit Masern angesteckt, weil ein nicht geimpftes Kleinkind die Krankheit weitertrug. Auch ein Mädchen starb Jahre später durch diese Wartezimmer-Infektion.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

17.07.2013, 11:24 Uhr

Auch hier liegt die Wahrheit wieder irgendwo in der Mitte:

Bei Infektionen, wo grassierende Epidemien mit gefährlicher Bedrohung bestehen, ist es natürlich gut und richtig, mit Impfungen zu agieren.

Nur: Dieses Thema ist einer ausgewogenen, vernünftigen Bewertung längst entglitten. Denn der 'Bedarf' an Impfungen wird dank politischem Outsourcing von den eigenen Forschungsabteilungen (!) der wenigen Medical-Hersteller SELBER 'erforscht'.

Je mehr diese Forscher an 'Bedrohungen' feststellen, die dank STIKO- wie auch WHO-Besetzung mit eigenen Leuten umgehend zur 'offiziellen Empfehlung' oder gar Impfpflicht aufgebauscht wird, desto mehr klingelt dort die Kasse.

Mal bitte übertragen, hier besteht volle Durchschlagskraft: Eine Firma darf 'Marktstudien' unternehmen, diese nach eigenem Dünken ausrichten und aufhübschen, stellt zufällig noch das passende Produkt her (welches Dank freundlicher Revieraufteilung mit wenigen Konkurrenten fast ALLEINIG von mir geliefert wird), dessen Pro-Contra-Bewertung bzgl. Sicherheit/Nebenwirkungen mangels neutralem TÜV quasi AUSSCHLIESSLICH meiner und somit allgemeingültiger Einschätzung obliegt. Diese Studien werden von öffentlichen Institutionen übernommen, die auch prombt üppig Werbung hierfür schalten - und verpflichten die Menschen zum Konsum.

Blitzsauber, die haben echt was gecheckt...

Account gelöscht!

17.07.2013, 11:25 Uhr

Auch hier liegt die Wahrheit wieder irgendwo in der Mitte:

Bei Infektionen, wo grassierende Epidemien mit gefährlicher Bedrohung bestehen, ist es natürlich gut und richtig, mit Impfungen zu agieren.

Nur: Dieses Thema ist einer ausgewogenen, vernünftigen Bewertung längst entglitten. Denn der 'Bedarf' an Impfungen wird dank politischem Outsourcing von den eigenen Forschungsabteilungen (!) der wenigen Medical-Hersteller SELBER 'erforscht'.

Je mehr diese Forscher an 'Bedrohungen' feststellen, die dank STIKO- wie auch WHO-Besetzung mit eigenen Leuten umgehend zur 'offiziellen Empfehlung' oder gar Impfpflicht aufgebauscht wird, desto mehr klingelt dort die Kasse.

Mal bitte übertragen, hier besteht volle Durchschlagskraft: Eine Firma darf 'Marktstudien' unternehmen, diese nach eigenem Dünken ausrichten und aufhübschen, stellt zufällig noch das passende Produkt her (welches Dank freundlicher Revieraufteilung mit wenigen Konkurrenten fast ALLEINIG von mir geliefert wird), dessen Pro-Contra-Bewertung bzgl. Sicherheit/Nebenwirkungen mangels neutralem TÜV quasi AUSSCHLIESSLICH meiner und somit allgemeingültiger Einschätzung obliegt. Diese Studien werden von öffentlichen Institutionen übernommen, die auch prombt üppig Werbung hierfür schalten - und verpflichten die Menschen zum Konsum.

Blitzsauber, die haben was gecheckt...

Freies_Denken

17.07.2013, 12:35 Uhr

Nicht auch noch hier solch eine Panik zugunsten der Pharmalobby zu verbreiten!

Forsa-Institut...Umfragen kommen wie Statistiken zu stande!

Forsa ist mehrfach in die Kritik geraten Lobby zu vertreten!

http://de.wikipedia.org/wiki/Forsa

Die Autoren der NachDenkSeiten erhoben 2007 den Vorwurf, Forsa habe sich mittels einer manipulierten Umfrage an einer Kampagne der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zur Einführung einer privaten Pflegeversicherung beteiligt.

Generell gilt jedoch in den Augen vieler Branchenkenner: Umfragen von Forsa sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Sehr häufig liegen sie weit weg von dem, was die meisten anderen Meinungsforschungsinstitute messen.[5]

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