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20.11.2014

09:09 Uhr

Umwelt

China will Energieverbrauch bis 2020 deckeln

Peking will den chinesischen Energiehunger eindämmen. Zum Jahr 2020 legt die Führung dem Land einen Deckel für den Energieverbrauch auf. Umweltschützern gehen die Grenzwerte aber noch nicht weit genug.

China ist der Umweltverschmutzer schlechthin. Der Energiehunger des Landes soll bald gedeckelt werden. Reuters

China ist der Umweltverschmutzer schlechthin. Der Energiehunger des Landes soll bald gedeckelt werden.

PekingChina hat eine Begrenzung des landesweiten Energieverbrauchs für das Jahr 2020 angekündigt. Der Verbrauch von Primärenergie – produziert etwa aus Kohle oder Erdgas - soll dann das Niveau von 4,8 Milliarden Tonnen Kohle nicht übersteigen, wie der Staatsrat am Mittwoch in Peking ankündigte. Das wäre jedoch fast 30 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, als in China laut offiziellen Angaben Primärenergie im Umfang von 3,76 Milliarden Tonnen an sogenanntem Kohleäquivalent verbraucht wurde.

Experten werteten die Ankündigung nicht als besonders ambitioniertes Ziel der Regierung. „Sie setzt in der Energiepolitik keine grundsätzlich neuen Akzente, die stärker als bislang auf eine Beschränkung des Energieverbrauchs hindeuten würden“, sagte etwa Jost Wübbeke vom Mercator Institut für China-Studien (Merics). „Vielmehr wird der Energieverbrauch trotz der neuen Deckelung fast genauso schnell ansteigen wie in den vergangenen Jahren“, kritisierte der Forscher.

„Ambitioniert ist allerdings die Deckelung des Kohleverbrauchs auf 4,2 Milliarden Tonnen Steinkohleäquivalent“, meinte Wübbeke. Gerade wegen des Kampfes gegen den Smog in Chinas Großstädten werde stärker als bisher versucht, den Kohleverbrauch einzudämmen. „Der Kohleverbrauch steigt zwar weiter an, jedoch deutlich langsamer als früher. Erneuerbare Energien, Atomkraft und Gas gewinnen damit noch einmal mehr Bedeutung in Chinas Energiemix.“

Der Umweltorganisation Greenpeace geht die Deckelung des Kohleverbrauchs noch nicht weit genug. „Das Ziel müsste noch niedriger angesetzt werden“, forderte Energieexperte Li Shuo. Der Anstieg der Kohleproduktion sei bereits zurückgegangen. Mit der Deckelung bei 4,2 Milliarden Tonnen Steinkohleäquivalent bewege sich die Regierung im Rahmen der Erwartungen, sie setze aber keine neuen Reduktionsziele.

China verstärkt gegenwärtig seine Anstrengungen, den riesigen Energiehunger des Landes zu begrenzen. Gleichzeitig will Peking in seinem Energiemix mehr erneuerbare Energien wie die Solar- und Windkraft nutzen. Auch Atomkraft soll künftig mehr Energie liefern.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.11.2014, 12:42 Uhr

China deckelt bis 2020 erst einmal überhaupt nichts. China baut bis 2030 erst einmal den eigenen Kraftwerkspark von Kohle, Gas und vor allen der Kernkraft massiv aus. China schafft mit dem massiven und billigen Stromangebot durch seinen Kraftwerkmixpark die Basis für ihren bis dahin industriebasierenden Volkswohlstand.
Energiewende/EEG/Energieeinsparparolen = Mangel und dann folgt die Armut!

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