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02.09.2013

06:00 Uhr

Umweltängste der 80er

Was wurde eigentlich aus dem sauren Regen?

In den 80er Jahren ging in Deutschland die Angst vor dem sauren Regen und dem dadurch drohenden Waldsterben um. War die Gefahr für deutsche Wälder wirklich so groß – oder war es bloße Medienhysterie?

Angst vor saurem Regen: Das drohende Waldsterben blieb aus. dpa

Angst vor saurem Regen: Das drohende Waldsterben blieb aus.

Der Wald ist nicht gestorben. Im Gegenteil:  Er ist größer geworden. 30 Jahre nach den hitzigen Diskussionen um das Waldsterben durch sauren Regen und dem ersten Waldschadensbericht erstreckt sich der deutsche Wald heute über elf Millionen Hektar, eine Million Hektar mehr als 1983. Über 30 Prozent der Landesfläche entfallen auf Wälder.

„Le Waldstérben“ – wie der Franzose sich über die Obesession der Deutschen mokierte – war in den 80ern das bedeutendste Umweltthema der Bundesrepublik.  Es stellt sich also die Frage, ob die aufgeregten Diskussionen jener Zeit bloße Medienhysterie war, oder ob die alarmierenden Meldungen tatsächlich zu politischen Maßnahmen geführt haben, die das drohende Waldsterben abgewendet haben. Bis heute ist noch kein Alleinschuldiger für den damals objektiv schlechten Zustand der Wälder identifiziert. Von Luftschadstoffen über Wetterbedingungen bis zum Borkenkäfer spielte vieles eine Rolle.

Fakt ist: Die Gefahr für den Wald wurde übertrieben dargestellt. Fakt ist aber auch: Die emotionale Diskussion hat dazu geführt, dass schärfere Gesetze zur Rauchgasentschwefelung verabschiedet wurden. Schon Ende der 80er-Jahre verringerte sich der Ausstoß von Schwefeldioxid aus Kohlekraftwerken um 70 Prozent.

Kommentare (17)

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02.09.2013, 06:41 Uhr

Soll dieser Bericht dazu dienen, die CO2-Lüge zu verfestigen?

Die "Klimaerwärmung" macht ja nun auch schon fast 10 Jahre Pause.

HansP

02.09.2013, 08:00 Uhr

Da die Protagonisten der 80er die eingeführten Maßnahmen als Gründe für das "Nicht-Waldsterben" heranziehen werden, wäre es doch interessant zu überprüfen, ob es in den Ländern, in denen es keine staatlich verordnete Reduzierung des CO2-Ausstoßes gegeben hat, zu weiterem Waldsterben gekommen ist.
Das ist aber nachweislich nicht der Fall.
Was sagt uns das?? Mit Hysterie kann man das deutsche Volk in seinen Ängsten immer noch höchst umfangreich manipulieren. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin auch für weitere Entwicklungen beim Umweltschutz, möchte aber überzeugt und nicht mit Untergangsszenarien gezwungen werden etwas zu tun. Ich erwarte Respekt und keine Bevormundung.

Account gelöscht!

02.09.2013, 08:39 Uhr

ja, mittlerweile werden hierfür schon die Ausreden entwickelt, warum das angeblich so sei (irgendwie sei der Pazifik schuld) - die Sonne war es jedenfalls nicht, die scheint sowieso irgendwie keinen Einfluß aufs Klima zu haben (da man auf Basis von Sonnenfluktuationen nicht besteuern kann).

Das war auch in einem Handelblatt-Artikel - natürlich war die Kommentarzeile ausgeschaltet, wie immer, wenn es sich um reine Propaganda handelt, bei der man sich nicht traut, Kritik zuzulassen. Die Sonne ist geduldig und lächelt trotzdem weiter vom Himmel.

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