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27.11.2013

06:00 Uhr

Unfallzahlen

Wie gefährlich sind die deutschen Straßen?

Die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, war vor 20 Jahren noch dreimal so hoch wie heute. Doch ein internationaler Vergleich zeigt: Deutschlands Straßen könnten noch sicherer sein.

Autobahn im Norden Deutschlands: Am sichersten ist man auf schwedischen Straßen. ap

Autobahn im Norden Deutschlands: Am sichersten ist man auf schwedischen Straßen.

Langsam beginnt die Zeit, in der man sich vor Glatteis fürchten muss. Trotzdem passieren im Winter weniger Unfälle als im Hochsommer, wenn alle in die Ferien fahren.

Über das Jahr verteilt liegt die Wahrscheinlichkeit, im Straßenverkehr ums Leben zu kommen, bei 0,0051 Prozent. Denn pro 100.000 Einwohner gab es zuletzt im Jahresschnitt 5,1 Todesfälle. Vor 20 Jahren lag der Wert noch dreimal so hoch, vor 40 Jahren sogar fünfmal. Der Grund: Seit damals hat man mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt, ebenso die Gurtpflicht, und man hat die Straßen besser beschildert. Außerdem sind die Autos heute einfach sicherer. Die Gesamtzahl aller Unfälle ist so zwar nur leicht gesunken, die der Todesfälle dagegen deutlich.

Doch Deutschlands Straßen könnten noch sicherer sein, das zeigt der internationale Vergleich: Zwar gibt es hier – im Vergleich zu anderen Industrieländern – unterdurchschnittlich viele tödliche Unfälle. Doch es sind noch immer deutlich mehr als in Skandinavien, Benelux, Großbritannien und Irland. Am sichersten ist Schweden – mit jährlich 3,2 Verkehrstoten pro 100.000 Menschen.

Kommentare (4)

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eveningbriefing

27.11.2013, 08:55 Uhr

Was selten richtig analysiert wird, ist die Hautursache für Todesfälle. Es sind bei rund einem Drittel aller tödlichen Unfälle Bäume. Die sehen zwar nett aus am Straßenrand, haben aber null Knautschzone und eine kleine Aufprallfläche. So kann ein Reifenplatzer schon zum Todesurteil werden. Bäume gehören aus Sicherheitsgründen vom Straßenrand verbannt, werden aber trotzdem noch fleißig bei Neubauten gepflanzt. Grüne Ideologie kann tödlich sein.

DerBelgarath

27.11.2013, 09:15 Uhr

Die Zahl der Einwohner ist als Maßstab für die Sicherheit der Straßen natürlich blanker Unsinn, jedem Mathematiker müssen sich die Zehennägel hochrollen vor Abscheu ob solcher Einfalt.

Relevant für die Sicherheit der Straßen sind die Zahl der Fahrzeuge und der insgesamt stattgefundenen Begegnungen von Verkehrsteilnehmern neben der Betrachtung der zurückgelegten Kilometer.

(Für Einfältige: Sicherlich fahren mehr skandinavische Autos Kilometer auf deutschen Straßen als umgekehrt, oder ob jemand als einziger Verkehrsteilnehmer 100km auf der Landstraße allein zurücklegt oder 100 Verkehrsteilnehmer jeweils 1km in derselben Stadt!)

Wenn man sich vor Augen führt, wieviel nationaler und internationaler Verkehr über das deutsche Straßennetz abgewickelt wird, muß Deutschland zumindest diesen Vergleich nicht mehr scheuen!

Hippensenator

27.11.2013, 12:06 Uhr

Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Was nur wenige wissen: Bäume haben die unangenehme Eigenschaft, sich in unbeobachteten Momenten auf die Straße zu schleichen, um sich unschuldigen Autofahrern heimtückisch in den Weg zu stellen. Nur wenige stille Zecher können davon ein kleines Liedchen trällern, wenn sich so ein gräßlich grobklotziger Baum auf einer einsamen Landstraße Meilen vom letzten Wirtshause entfernt plötzlich und unerwartet vor das Fahrzeug wirft, ausgerechnet in dem Augenblick wohlgemerkt, in dem sich der auf dem Heimweg befindliche zum Genusse eines letzten Schlückchens Cognac heimlich herunter in den Fond beugt, zur Aufnahme desselben in die obere Stoffwechselöffnung, nichtsahnend ob des plötzlich hereinbrechenden Unglücks.

Alleebäume haben obendrein die hinterlistig verschlagene Eigenschaft, bei stetig zunehmender Geschwindigkeit sich mehr und mehr in die Straße hineinzubeugen, was schon so manchem bedauerlichen SUV (sprich "Suff")-Fahrer bei der Ausübung seiner direkt an seine persönliche Wichtigkeit gekoppelten Geschwindigkeitsüberschreitungspflicht zum Verhängnis gereichte.

Vollkommen richtig erkannt - Schuld sind immer die Bäume!

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