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19.09.2013

12:57 Uhr

Untersuchung

Darmspiegelung senkt Krebsrisiko um 40 Prozent

Wer sich alle zehn Jahre einer Darmspiegelung unterzieht, senkt einer US-Studie zufolge sein Darmkrebsrisiko deutlich. Trotz Daten von mehr als 80.000 Patienten bleiben aber noch Fragen offen.

Anatomische Modelle in einer Hochschule: Darmspiegelungen sollen das Tumorrisiko senken. dpa

Anatomische Modelle in einer Hochschule: Darmspiegelungen sollen das Tumorrisiko senken.

WashingtonEine Spiegelung des gesamten Dickdarms alle zehn Jahre ab dem Alter von 50 Jahren könnte das Krebsrisiko einer neuen US-Studie zufolge um 40 Prozent senken. Menschen mit an Dickdarmkrebs erkrankten Verwandten sollten sich allerdings noch häufiger untersuchen lassen, schreiben die Wissenschaftler im „New England Journal of Medicine“ vom Donnerstag. In dem Beitrag heißt es, bislang habe es nicht genügend Beweise dafür gegeben, in welchem Maß die Darmspiegelung Tumoren im unteren und oberen Dickdarm vorbeugen kann. Außerdem sei offen geblieben, wie häufig eine Darmspiegelung erfolgen müsse.

Die Verfasser der Studie, darunter Shuji Ogino von der Harvard University, analysierten die Daten von fast 89.000 Teilnehmern an zwei Langzeitstudien. Sie stützten ihre Schlussfolgerungen auf alle zwei Jahre zwischen 1988 und 2008 erhobene Fragebögen. Dabei hatten sie es mit 1815 Fällen von Dickdarmkrebs mit 474 Todesfolgen zu tun.

Die Untersuchungen ergaben, dass sowohl die Spiegelung des gesamten Darms (Koloskopie) als auch die „kleine Darmspiegelung“, die sogenannte Sigmoidoskopie (Spiegelung des letzten Dickdarmabschnitts vor dem Enddarm) gute Mittel der Prävention darstellen. Die Koloskopie sei allerdings effektiver. Hätten sich alle Teilnehmer der Untersuchung einer solchen unterzogen, wäre das Risiko auf Dickdarmkrebs um 40 Prozent gesunken.

Von

afp

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