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12.07.2013

10:54 Uhr

US-Studie

Luftverschmutzung tötet Millionen Menschen

Feine Staubpartikel in verschmutzter Luft sind für 2,1 Millionen Todesfälle jährlich verantwortlich, ergibt eine neue Studie. Vor allem in Süd- und Ostasien sterben viele Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung.

Verkehrsstau in Peking: Stark verunreinigte Luft verursacht unzählige Todesfälle. dpa

Verkehrsstau in Peking: Stark verunreinigte Luft verursacht unzählige Todesfälle.

BristolMehr als zwei Millionen Menschen sterben weltweit jedes Jahr an den Folgen der Luftverschmutzung. Das berichten amerikanische Forscher in den „Environmental Research Letters“ (Bristol). Die bei weitem wichtigste Ursache dafür seien feine Staubpartikel, die zu Lungenschäden und Krebs führen können.

Diese Staubpartikel seien insgesamt für etwa 2,1 Millionen Todesfälle verantwortlich, schreibt die Universität von North Carolina in Chapel Hill (USA) mit Verweis auf die Studie. Daneben sterben jedes Jahr etwa 470.000 Menschen an den Folgen hoher Ozon-Konzentrationen. „Unsere Studie zeigt, dass Luftverschmutzung im Freien eines der größten Umweltrisiken ist“, sagte Mitautor Jason West. Besonders viele dieser Todesfälle gebe es in Süd- und Ostasien, wo die Bevölkerungsdichte hoch und die Luft stark verschmutzt sei.

Auch steigende Temperaturen beeinflussen die Umwelt in vielfacher Weise, so können Schadstoffwirkungen zunehmen, stärkerer Regen etwa aber auch die Zeit verkürzen, in der die Stoffe in der Luft bleiben. Die Forscher um Jason West und Raquel Silva hatten die Daten von 14 Modellrechnungen zu den Auswirkungen von Ozon und sechs Modellen zu Feinstaubpartikeln verglichen und mit epidemiologischen Modellen kombiniert.

Die Lebenserwartung verringere sich mit einer zusätzlichen Belastung von 100 Mikrogramm Staubteilchen pro Kubikmeter Luft im Durchschnitt um drei Jahre, hatte erst vor wenigen Tagen ein internationales Team berichtet, das Daten aus China analysiert hatte. Das sei fünfmal mehr als konventionelle Berechnungen ergeben hätten, schreiben die Forscher im Fachjournal „PNAS“.

Von

dpa

Kommentare (2)

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hermann.12

12.07.2013, 12:12 Uhr

Soweit so gut. Was aber immer vergessen wird ist die Tatsache, das die Verursacher mit ihren Produkten auch eine nie dagewesene Verlängerung des Lebens erreicht haben.
Das bedeutet nicht, das die Verringerung der Luftverschmutzung kein gebotenes Ziel darstellt. Sondern das diese Ziele immer in Relation zu allen Wirkungen gesehen werden müssen, die eine Verschärfung von Bestimmungen nach sich zieht. Sonnst könnte es dereinst passieren, dass Millionen verhungern während unsere Luft neue Sauberkeitshöchstände erreicht.

H.

Prophet

12.07.2013, 12:24 Uhr

Der Mensch ist ja auch verrückt, für fragwürdigen Komfort einen solch hohen Preis zu bezahlen.
Zudem macht er sich mit der modernen Lebensweise selber fertig. Das Leben ist auch nicht mehr schön. Nur noch Arbeit, Leistung und Stress.
Ich hoffe er sieht bald ein, dass eine natürlichere Lebensweise für alle besser ist. Und glücklicher ist der Mensch auch damit.

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