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15.08.2013

09:27 Uhr

Verbraucherzentrale

Erneuerbare Energien über Steuern bezahlen

Die hohen Strompreise werden immer mehr zum Wahlkampfthema - ein weiterer Anstieg scheint sicher. Verbraucherschützer fordern, in den Steuertopf zu greifen.

Steigende Strompreise: Auch die Anlagenbetreiber könnten in die Pflicht genommen werden. dpa

Steigende Strompreise: Auch die Anlagenbetreiber könnten in die Pflicht genommen werden.

BerlinAngesichts der hohen Strompreise fordern Verbraucherschützer, die Umstellung auf erneuerbare Energien zumindest zum Teil aus dem Steuertopf zu finanzieren. Es sei sinnvoll, „einen Teil dieser Kosten aus der EEG-Umlage heraus zu nehmen und über Steuereinnahmen aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren“, sagte der Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Holger Krawinkel, der „Berliner Zeitung“ (Donnerstag). So könne die Debatte über steigende Stromkosten durch erneuerbare Energien entschärft werden.

Krawinkel schlug außerdem vor, auch die Anlagenbetreiber zur Finanzierung der Kosten für die Subventionierung von Sonnen- und Windstrom heranzuziehen. Investitionen zum Beispiel in eine Solaranlage seien nach 15 bis 20 Jahren getilgt, dann könnten auch Anlagenbetreiber eine Abgabe entrichten, so der Experte.

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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte am Mittwoch für 2014 einen Anstieg der Industrierabatte bei der Förderung erneuerbarer Energien von knapp fünf auf über sieben Milliarden Euro vorgerechnet. Dies könnte den Strompreisanstieg weiter verschärfen. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will an diesem Donnerstag ein Maßnahmenpaket für eine kostengünstigere Gestaltung der Energiewende vorstellen.

Die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sprach sich gegen Steuererhöhungen für die Energiewende aus. Um die Kosten im Rahmen zu halten, schlug sie vor, die EEG-Umlage auf einen festen Wert zu deckeln und die Differenz zum tatsächlichen Wert über einen Fonds bei der KfW-Bank zwischenzufinanzieren. „Das würde die Stromkunden merkbar entlasten“, sagte sie der Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung.

Von

dpa

Kommentare (19)

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Account gelöscht!

15.08.2013, 10:00 Uhr

Das ist doch alles Unfug. Man kann nicht Kosten dämpfen, indem laufend steigende Kosten lediglich neu verteilt. Ist das so schwer zu begreifen?

Account gelöscht!

15.08.2013, 10:04 Uhr

In den Steuertopf greifen - man kann über das Wirtschaftsverständnis solcher Institutionen des sozial-industriellen Komplexes nur noch den Kopf schütteln.

Offensichtlich besitzt der Staat einen Goldesel (ja, das sind wohl Sie, lieber Leser) und offenbar wird aus dem Steuertopf völlig neues Kapital geschöpft, denn das Geld, das das Finanzamt von uns kassiert, fehlt auf wirklich magische Weise NIE der Privatwirtschaft bzw. dem Privatmann, dem es gestohlen wurde bzw. darauf wird nicht das "Spotlicht" gelenkt, sondern nur auf die zusätzichen "Einnahmen" des Staates. Umverteilung eben, aber nur mit Zufluß, ohne zughörigen Abfluß, und schon ist das finanzielle Problem zur Zufriedenheit der Sozialisten gelöst.

"Den Sozialismus (und die Zentralplanung) in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf", sagte Honecker. Wie recht er doch hatte - diese zwei ganz bestimmt nicht!

vandale

15.08.2013, 10:04 Uhr

Die Idee die Kosten "Erneuerbarer Energien", gut 20 Mrd. € EEG Vergütungen, Kosten des Netzausbaus, 1% KfW Darlehen, EKF Fonds, insgesamt 30 Mrd. € mit stark steigender Tendenz über Steuern zu finanzieren ist nicht schlecht. Man könnte die Einkommenssteuer um 20% erhöhen, oder einen Oekosolidaritätszuschlag einführen.

Besser wäre es die Steuer von den Oekogläubigen, den Unternehmen und Organisationen zu erheben die sich zu "Erneuerbaren Energien" bekennen.

Allerdings ist das völlig unrealistisch. Analog des Oekokults der Mülltrennung wird man eher Wege suchen die Kosten "Erneuerbarer Energien" intransparent zu gestalten.

Erfrischend ist.. CSU.. die EEG-Umlage auf einen festen Wert zu deckeln und die Differenz zum tatsächlichen Wert über einen Fonds bei der KfW-Bank zwischenzufinanzieren....Es handelt sich bei der Nutzung völlig ungeigneter Verfahren zur Stromversorgung um laufende Kosten. Was soll man da zwischenfinanzieren?

Vandale

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