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28.07.2014

14:54 Uhr

Vergabe von Förderlizenzen

London erlaubt Fracking auch in Nationalparks

Befürchtete Umweltschäden durch Fracking scheinen die britische Regierung zu beeindrucken. In neuen Richtlinien erlaubt sie die umstrittene Gasfördermethode in Schutzgebieten – anders der Fahrplan der Bundesregierung.

Fracking in Cuadrilla, im englischen West Sussex: Die Regierung hat die Fracking-Beschränkungen gelockert. ap

Fracking in Cuadrilla, im englischen West Sussex: Die Regierung hat die Fracking-Beschränkungen gelockert.

Die britische Regierung will die umstrittene Gasfördermethode Fracking in „außergewöhnlichen Fällen“ auch in Nationalparks erlauben. Die am Montag in London vor einem neuen Bieterwettbewerb um Förderlizenzen veröffentlichten Richtlinien erlauben Fracking unter bestimmten Umständen auch in weiteren Schutzgebieten wie Welterbestätten und außergewöhnlichen Landschaften. Wirtschafts- und Energieminister Matthew Hancock sagte, die Gebiete sollten unter anderem durch eine gründliche Überwachung der Fördermethoden geschützt bleiben.

Bei der Fracking-Methode wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltene Erdgas zu fördern. Die Technologie ist unter anderem umstritten, weil durch die eingesetzten Chemikalien das Trinkwasser verunreinigt werden könnte. Kritiker befürchten zudem, dass die Methode weitere Umweltschäden anrichten und Beben auslösen können.

Die britische Regierung will dennoch nach dem Vorbild USA das Fracking ausbauen, um Arbeitsplätze zu schaffen, die Wirtschaft anzukurbeln und unabhängiger von Energieimporten zu werden. Die Bundesregierung will die Frackingmöglichkeiten dagegen stark einschränken. Die Gewinnung von Gas aus Schiefer- und Kohleflözgestein soll in Deutschland bis 2021 verboten werden. Das Fracking in konventionellen Lagerstätten wie dichtem Sandstein soll nur unter Auflagen möglich bleiben. In Wasserschutzgebieten und im Einzugsbereich von Talsperren und Seen, die der Trinkwassergewinnung dienen, will Berlin Fracking jeglicher Art verbieten.

Von

afp

Kommentare (5)

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Matthis Kassovitz

28.07.2014, 19:02 Uhr

Fracking ist und bleibt Mord auf Raten.
Wers nicht glaubt:
https://www.youtube.com/watch?v=GX906zb4cw0

mal gespannt, wann sich richtiger Widerstand regt.

Herr Holger Narrog

28.07.2014, 20:46 Uhr

Fracking bedeuted preiswerte Energie und damit Wohlstand für Alle. Dass ist der mittelalterlichen Ökoreligion ein Graus. So hat man die Ökopropagandamaschine angeworfen und sucht diese eigentlich konsequente Fortentwicklung der Erdöl/Erdgasfördertechnik analog der Kernenergie zu dämonisieren.

In GB geht man mit Umweltfragen etwas sachlicher um. So haben sich Politiker beispielsweise dahingehend geäussert, dass die Reaktorunfälle in Fukushima bei denen niemand zu Schaden kam die Sicherheit der Kernenergie bewiesen haben.

Man könnte auch die Frage stellen warum in Deutschland gerade die sehr umweltschädlichen Windmühlen in Landschaftsschutzgebieten und an Naturschutzgebieten errichtet werden dürfen.

Account gelöscht!

29.07.2014, 09:04 Uhr

Fortschritt lässt sich nicht aufhalten und Fracking ist so ein Fortschritt!
Fortschritt lässt sich nur durch eine Öko-Sozialistische Politik in Deutschland aufhalten und diese Politik lautet Energiewende per Zwangs-Gesetz EEG und CO2 Verbots wie auch Energieeinsparzwangsgesetz!
Deutschland betreibt zusammen mit der EU ein Wohlstandsvernichtungsprogramm. EEG und CO2 Verbot stehen für die IT-Wohlstandsvernichtung in der EU und Deutschland!

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