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02.12.2013

17:44 Uhr

Vorläufige Bilanz

Der Energiewende-Kater

Eine bessere Steuerung der Energiewende ist das große Projekt der neuen Bundesregierung. Bis Ostern soll als erstes eine Reform der Ökostrom-Förderung stehen. Derzeit läuft vieles nicht nach Plan. Doch es gibt Hoffnung.

Licht am Ende der Energiewende? Vieles läuft noch nicht optimal. dpa

Licht am Ende der Energiewende? Vieles läuft noch nicht optimal.

BerlinAls der Beschluss zu Atomausstieg und Energiewende verkündet wird, sind die meisten Abgeordneten schon in der Kantine. Die Stimmenauszählung dauert so lange, dass viele von dannen ziehen. Eher beiläufig verkündet Bundestags-Vizepräsident Eduard Oswald am 30. Juni 2011 das Ergebnis im fast leeren Plenarsaal. Zweieinhalb Jahre später kann dies fast schon als symbolhaftes Bild herhalten.

Feierlich war die grüne Energiezukunft beschworen worden, nach Fukushima wurden die gerade noch verlängerten Laufzeiten drastisch verkürzt, acht Meiler im Eilverfahren stillgelegt. Dann ging man aber schnell zur Tagesordnung über, keiner dachte an einen Masterplan. Die Energiewende wurde vom Positivprojekt zum Problemfall. 16 Länder schmiedeten eigene Ausbaukonzepte, Stromtrassen durch die Republik wurden geplant und neue Solarparks mit Modulen aus China errichtet. Vergütungen konnten gar nicht so schnell gekürzt werden, wie der Ausbau anzog. Bund und Länder verhedderten sich im Interessendickicht.

Die Ökostrom-Umlage stieg in immer neue Höhen und mit ihr der Strompreis. Auf die Euphorie folgte ein Kater, der so groß ist, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun die Energiewende-Reform zum vorrangigsten Projekt erklärt hat. Bis Ostern soll eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes stehen. Das wird erst der Anfang sein.

Was läuft gut?

  • Der Ökostrom-Anteil liegt inzwischen bei rund 25 Prozent. Nach einem sehr teuren Rekordzubau 2010 bis 2012 ist das Solarproblem gelöst. Es gibt automatische Förderkürzungen, 2016 oder 2017 gibt es bei 52 000 Megawatt installierter Leistung keine Förderung mehr.
  • Bis 2022 sollen drei große Höchstspannungsleitungen mit 2800 Kilometer Länge von Nord nach Süd gebaut werden. Die Planungen dafür sind im Zeitplan, die Kosten werden über zehn Milliarden Euro betragen. Aber noch sind die Netze nicht gebaut, viele Klagen drohen.
  • Der hohe Ökostrom-Anteil verbilligt die Preise im Stromeinkauf. Derzeit sind teilweise nur noch 3,5 bis 4 Cent für die Kilowattstunde zu zahlen. Dadurch steigen - trotz der erneut steigenden Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien - die Strompreise Anfang 2014 gar nicht oder nur geringfügig. Die bereits gemeldeten Erhöhungen liegen im Schnitt bei gut drei Prozent. Die Mehrbelastung für eine Familie mit 4000 Kilowattstunden Jahresverbrauch beträgt etwa 35 Euro.

Kommentare (28)

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PeterF

02.12.2013, 18:18 Uhr

Das ganz Projekt ist doch hirnrissig solange es keine Speichermöglichkeiten gibt. Und auf absehbare Zeit wird es auch keine geben. Da hilft auch kein Masterplan. Da hilft nur noch der schnellstmögliche Ausstieg aus diesem Schwachsinn.

Einzelkaempfae

02.12.2013, 18:32 Uhr

Frau Merkel als Bundeskanzlerin ist absolut daneben
Noch krasser ist der dümmliche deutsche Michel
Was solls´das Läbä gäht weitä

HofmannM

02.12.2013, 18:40 Uhr

Diese Energiewende/EEG ist kein Kater, sondern ein Sabotageakt an der deutschen Volkswirtschaft. Diese diktierte Energiewende auf der Basis eines planwirtschaftlichen Zwangs-EEG-Subventionsgesetz ist die größte Vernichtungsorgie am deutschen Volkswohlstand! Energiewende/EEG = Armut und Mangel!
Stoppt endlich diese Parasiten von sog. Umweltverbänden (Abzocker, Volksvernichter) bevor diese Mafiaorganisationen (Greenpeace, WWF und Co.) mit der Ideologie von CO2-Verbotsgesetzen (Energieeinsparung, Energiewende, Frackingverbot usw.) Deutschland und damit die deutschen Bürger mit Abgaben und steigenden Energiepreisen erstickt haben! Diese Abzocker der Energiewende und des menschengemachten CO2 Klimawandelmärchen gehört das Handwerk gelegt!

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