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13.05.2014

12:49 Uhr

Wachsende Bedeutung

Strom treibt Weltwirtschaft stärker an

Die Internationale Energieagentur mahnt eine radikale Umstellung der Stromproduktion an. Strom wird immer wichtiger für die Weltwirtschaft. Doch kommt noch ein zu großer Teil aus Kohle. Die Umwandlung belastet nicht nur die Umwelt, dabei geht auch viel Energie verloren.

Stromleitungen: Die Internationale Energieagentur prognostiziert der Elektrizität wachsende Bedeutung. dpa

Stromleitungen: Die Internationale Energieagentur prognostiziert der Elektrizität wachsende Bedeutung.

SeoulDie Elektrizität wird nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur künftig in stärkerem Maße als bisher die Wirtschaft der Länder antreiben. Damit wird der Strom mit dem Öl als dem „dominanten Energieträger“ konkurrieren, heißt es in dem jüngsten „Ausblick für Energie-Technologien“ (ETP 2014) der Agentur. „Während es viele Chancen eröffnet, löst es nicht alle Probleme“, sagte IEA-Exekutivdirektorin Maria van der Hoeven zur Veröffentlichung der Berichts am Montag beim fünften Ministertreffen für saubere Energie in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Van der Hoeven warnte insbesondere vor dem wachsenden Kohlebedarf. „Die weltweit zunehmende Nutzung der Kohle überschattet den Fortschritt bei der Bereitstellung erneuerbarer Energien.“ Die Emissionsintensität des Stromsystems habe sich in den vergangenen 20 Jahren trotz Fortschritten in einigen Regionen nicht verändert. Van der Hoeven mahnte daher eine radikale Umstellung an.

Der Anteil der Elektrizität am gesamten Energiebedarf hat sich laut IEA in den vergangenen 40 Jahren ungefähr verdoppelt. Doch der größte Teil der Stromherstellung sei eben nicht CO2-arm.

Bei der Stromproduktion werden 40 Prozent von Primärenergie - zu der auch Kohle und Erdöl gehören - verbraucht. Die IEA geht davon aus, dass kosteneffektivere und praktische Lösungen zu einem geringeren Stromverbrauch und einer „Dekarbonisierung“ der gesamten Stromproduktion, bei der dann schließlich keine kohlenstoffhaltigen fossilen Energieträger mehr benutzt würden, bis 2050 führen könnten.

Allerdings müssten bis dahin zusätzlich 44 Billionen Dollar (etwa 32 Milliarden Euro) investiert werden, um eine Zukunft mit sauberer Energie sicherstellen zu können, heißt es weiter. Die Summe sei jedoch nur ein kleiner Teil des globalen Bruttoinlandsprodukts.

Die neue Zahl geht über die vorherige Schätzung der IEA von 36 Billionen Dollar hinaus. „Je länger wir warten, desto teurer wird es, unser Energiesystem umzustellen.“

Die Internationale Energieagentur mit Sitz in Paris wurde Mitte der 70er Jahre als Reaktion auf die damalige Ölkrise gegründet. Heute berät sie 28 Regierungen in Energiefragen.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

13.05.2014, 13:09 Uhr

Soso,
aus 44 BILLIONEN US-Dollar werden 32 MILLIARDEN EURO?

Es dürften doch 32 Billionen sein. Und die kann man sogar überschläglich ermitteln: in 2013 zahlten die Deutsch rd. 40 MRD an Subventionen und Steuern auf Strom mal 4 (bei rd. 25% EE-.Anteil) = 160 MRD P.a. für Strom. Mal 5 ( weil Strom 20% des Energiebedarfs Deutschlands ausmacht) = 800 MRD für Energie (billig, oder?). 800/2,5*100 (weil Deutschland nur 2,5% des weltweiten Energieverbrauchs ausmacht) = 32 Billionen Euro. Nur mit dem Unterschied, dass diese 32 Billionen Euro dann jedes Jahr anfallen, wenn die Welt nach dem vorbildlichen Muster des EEG auf "ÖKoenergie" umgestellt wird. Macht bei 9 MRD Menschen also gut 3.500 Euro pro Erdenbürger. P.a., nicht monatlich. :-D

Account gelöscht!

13.05.2014, 14:07 Uhr

Hallo Redaktion!!
44 BILLIONEN USD sind ca. 32 BILLIONEN Euro! Und nicht 32 MILLIARDEN Euro. Bitte korrigieren. Danke!

Wenn es MILLIARDEN wären, dann könnten die Deutschen wirklich die "Welt retten"! Das tun Sie ohnehin schon.

Account gelöscht!

13.05.2014, 14:26 Uhr

Was sollen diese unwissenden Propgandaartikel einer grünsozialistischen Gutmenschen Ideologie schon wieder?!

In diesem Propagandaartikel wird das Produkt "Strom" mit einen Energieträger "Oel" gleichgesetzt.
Dieser Van der Hoeven sollte ganz leise sein!
Dieser Mensch kann nur Lügen und Propaganda zum Schaden der Menschheit in die Welt hinausposaunen.

Als Energieträger zählen, Kohle, Gas und URAN/THORIUM.
Als zuverlässige und sicher,wirtschaftliche Stromerzeuger zählen Kraftwerke!
Wir haben diese Energieträger noch über Jahrtausende zur Verfügung.

Dagegen sind die Energieträger Wind und Sonne wie auch Pflanzenwachstum nur sporadisch uns sehr unzuverlässig und damit unwirtschaftlich zur Verfügung.
Bei jeden Sonnenuntergang wird es einen flächendeckenden Stromausfall geben. Bei jeder Windflaute und Missernte ebenso. Erneuerbare Energien sind nur dazu da um die Bürger noch mehr abzuzocken und in Armut und Mangel zu treiben. Dieser Van der Hoeven profitiert von diesen EE-Abzocker Geschäft auf Kosten der Menschheit.

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