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16.08.2013

16:04 Uhr

Wachsendes Risiko

Warum nehmen die Krebserkrankungen zu?

Wir Menschen leben immer gesünder. In aktuellen Krebsstatistiken spiegelt sich das allerdings nicht wider: Die Zahl der Erkrankungen steigt und steigt. Der wichtigste Grund dafür klingt erst einmal paradox.

Röntgenbild mit einem Fall von Lungenkrebs: Die steigende Lebenserwartung ist ein Grund für die wachsende Zahl der Krankheitsfälle. picture alliance / dpa

Röntgenbild mit einem Fall von Lungenkrebs: Die steigende Lebenserwartung ist ein Grund für die wachsende Zahl der Krankheitsfälle.

Die Krankheit Krebs scheint unaufhaltsam auf dem Vormarsch zu sein. Hierzulande dürften nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts 2012 etwa 486.000 Menschen an Krebs erkrankt sein - ein Zuwachs von rund 80 Prozent seit 1980.

Bis Ende des letzten Jahrhunderts dürften dazu in gewissem Umfange die Lebensgewohnheiten in den modernen Industriegesellschaften mit steigendem Konsum von Zigaretten- und Alkohol sowie erhöhter UV-Strahlenbelastung beigetragen haben. Der mit Abstand wichtigste Faktor scheint paradoxerweise aber der medizinische Fortschritt bei anderen Krankheiten und die steigende Lebenserwartung zu sein. Denn Krebs entsteht durch kleine Genveränderungen, so genannte Mutationen, die sich mit der Zeit häufen und schließlich Zellen zu ungezügelter Vermehrung antreiben können.

Auslöser für Mutationen können Strahlung oder Giftstoffe, aber auch schlicht der Alterungsprozesse sein. Mit wachsendem Alter nimmt die Zahl der Mutationen zu und damit auch das Krebsrisiko. Wer also nicht an anderen Krankheiten stirbt, bekommt mit wachsender Wahrscheinlichkeit im Alter Krebs.

Kommentare (25)

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16.08.2013, 06:53 Uhr

In unserer welt gibt es immer mehr Einflüsse, deren Auswirkungen mit Sicherheit nicht positiv auf den Menschen sind:
Die gesamte Mobilfunksparte steht seit langem im Verdacht, bestimmte Krebserkrankungen zu begünstigen sei es durch die Mobilfunkmasten, oder auch durch die Handys selbst. Bestimmte Gehirntumore scheinen schon davon ausgelöst zu werden. Wieso nehmen die Lungenkrebsfälle nicht ab, obwohl die Zahl der Raucher doch permanent sinkt?
Ebenso führt der Einsatz von immer mehr Chemie mit teils kritischen Inhaltsstoffen auch dazu, dass wir immer mehr Gite in uns aufnehmen, bzw in der Umwelt ertragen müssen.
Und zum Schluß führt wohl auch die dünner werdende Ozonschicht dazu, dass UV-Strahlen immer mehr auf unsere Haut vordringen, und dort zu Veränderungen des Genmaterials - Krebs - führen.

All diese Ursachen sind nicht gerne gesehen, stehen sie doch im Widerspruch zu unserer Wachstumsgesellschaft, würde hier eine Bekämpfung der Ursachen zu einer Beeintächtigung der Gewinne der betreffenden Branchen führen - sie u.U. gar zerstören. Und so wird totgeschwiegen, abgewiegelt und entsprechende Studien als Hirngespinnste, gar Verschwörungstheporien abgestempelt. In Deutschland scheint der Einflß der Lobbyverbände besonders groß zu sein.
Während besipielsweise in Schweden der Abstand von Kindereinrichtungen zu Hochspannungsleitungen mind.500m betragen müssen, um das Risiko von Leukämie und Hirntumoren zu verhindern, such man derartige Regelungen bei uns vergebens - die Lobbyverbände verhindern dies.
Aber wir erinnern uns ja auch, wie das Verbot von Asbest mühsamm gegen die Industrie durchgesetzt werden müsste, obwohl dessen kanzerogene Eigenschaften längst bekannt waren.
Geld ist eben wichtiger als ein paar Menschenleben. Und so wird die Überalterungskule ein weiteres Mal missbraucht, um effektive Maßnahmen zu verhindern.

Egal

16.08.2013, 09:33 Uhr

Die ganze manipulierte Umwelt und Nahrungskette wird schon seinen Einfluss haben. Früher sind die Menschen viel eher verstorben.

Der Sinn des Menschenlebens wird auch nicht darin bestehen "ewig" leben zu wollen/müssen. Ich denke auch nicht das es erstrebenswert ist alt zu werden.

Es klingt vllt. makaber, aber ein Renterleben am Existenzminimum ( trotz Dauerarbeit ) oder in irgendeinem Altersheim dahinsiechen zu müssen; na danke.

Die Besten sterben jung und am Besten mit 3 Mille Kontominus; dafür n schickes halbes Leben. Das ist Leben.

Borstel

16.08.2013, 09:42 Uhr

Ganz lapidar gesagt - an irgend etwas müssen die Menschen sterben. Früher wurden die Todelfälle einfach mit natürliche Todesursache beschrieben und nicht weiter nachgeforscht. Krebsfälle werden seit 1.000 Jahren beschrieben (Galenos beschrieb vor 2.000 Jahren Krebsfälle und war es nicht Avicienna um 1020, der der Krankheit wegen der ausgebreiteten Metastasen den Namen gab?). Wenn die Menschen immer älter werden, steigt auch die Gefahr von Krebserkrankungen, mit jeder Zellteilung.

Auch heißt heute die Diagnose Krebs nicht gleich Tod, die Überlebensraten sind stark gestiegen.

Natürlich sollte der Umgang mit Chemikalien sorgsam erfolgen, am besten so gering wie möglich, denn das Zusammentreffen verschiedener Stoffe kein Mediziner vorhersagen - es gibt gute Erfahrungen, was bei der Exposition mit einer Chemikalie passiert, bei zwei Chemikalien kann sich die gefahr reduzieren, addieren oder potenzieren. Auch können zwei ungefährliche Chemikalien zusammen plötzlich krebserregend sein.

Aber deshalb den Fortschritt und die Industrie verteufeln? Vor 1.000 Jahren führten die Menschen ein ungleich härteres Leben, starben früher und es gab bereits Krebs.

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