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01.10.2013

14:42 Uhr

Weltaltentag

Das Älterwerden als Gefahrenquelle

Die Menschen leben immer länger, aber in vielen Ländern fehlt ein Sicherheitsnetz für die Senioren. Eine neue Studie bestätigt das. Demnach haben es die Alten in Schweden am besten. Deutschland ist Nummer drei.

Seniorin mit einem Gehstock: Die Weltbevölkerung wird immer älter. dpa

Seniorin mit einem Gehstock: Die Weltbevölkerung wird immer älter.

New YorkDie Weltbevölkerung wird immer älter, so rasch, dass die meisten Länder nicht darauf vorbereitet sind, ihre Senioren ausreichend zu unterstützen. Das ist der Kern einer globalen Studie, am Dienstag von den UN und einem internationalen Hilfswerk veröffentlicht werden soll.

In dem Report werden die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen von älteren Menschen in 91 Ländern bewertet. Spitzenreiter ist Schweden, Schlusslicht Afghanistan. Besonders aufsehenerregend jedoch: Der Studie zufolge wird es spätestens 2050 erstmals auf der Welt mehr Menschen über 60 geben als Kinder unter 15. Experten hatten schon seit langem die Alarmglocken geläutet, gefordert, dass mehr getan werden müsse, um einer solchen Entwicklung gerecht zu werden. Mehr - und zwar rasch.

Hinter den Zahlen in der Studie stehen Schicksale. Da ist zum Beispiel Truong Tien Thao, der einen kleinen Teeladen in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi betreibt. Der 65-Jährige ist sich wie Millionen andere darüber im klaren, dass er ohne Sicherheitsnetz in seinen letzten Lebensabschnitt tritt. Er würde gern in den Ruhestand gehen, aber er und seine 61-jährige Frau sind von den umgerechnet 37 Euro abhängig, die ihr Geschäft monatlich abwirft.

„Menschen in meinem Alter sollten sich ausruhen können“, sagt Thao. „Aber meine Frau und ich haben keine Rente, keine Krankenversicherung. Ich habe schon Angst, wenn ich nur daran denke, dass ich krank werden könnte.“

Thaos Schilderung spiegelt einen Kernpunkt in dem Report wider, der Associated Press vor der offiziellen Veröffentlichung zugeleitet wurde. Demnach betrifft die Überalterung alle Teile der Welt. Vielleicht etwas überraschend ist dieser Prozess in Entwicklungsländern am rapidesten, etwa in Jordanien, Laos, Nicaragua und Vietnam. Dort wird sich der Studie zufolge die Zahl der Älteren bis 2050 mehr als verdreifacht haben. Und alle diese Staaten sind auf der Liste der Lebensbedingungen für Senioren in der unteren Hälfte angesiedelt.

Kommentare (5)

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Rechner

01.10.2013, 15:18 Uhr

O-Ton Handelsblatt-Überschriften-Troll
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Das Älterwerden als Gefahrenquelle
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Offensichlich ist die Alternative zum Älterwerden ja dann eine Gefahrensenke.

Bei dem sich aus dieser Logik ergebenden prophylaktischen Suizid gedenke ich allerdings dem Handelsblatt-Überschriften-Troll den Vortritt zu lassen.

Obacht

01.10.2013, 15:37 Uhr

Das Älterwerden in der BRD ist tatsächlich eine Gefahrenquelle, denn überall lauern junge "Fachkräfte" die einem an den Geldbeutel wollen...

Das beginnt schon an den Geldautomaten!

Also Obacht geben und immer schön jung bleiben.

Account gelöscht!

02.10.2013, 01:48 Uhr

Das mit den (zugegeben) plakativen (umgerechnet) 37€/Monat (ca. 74DM) Einnahmen aus dem Laden ist ziemlich albern, da man damit beim Lebensmitteleinkauf in Hanoi mit Sicherheit WESENTLICH weiter kommt als in DE in jedem X-beliebigen Supermarkt, geschweige denn im Bio-Laden, bei Versicherungen, beim Autokauf, bei der Busfahrkarte oder was auch immer!

Altersarmut in DE entsteht v.A. durch das systematische Berufsurlaubertum in diesem Land in den letzten Jahrzehnten!

"Nix wie weg!"
Warum?
Ist"s hier so schlimm?
Warum eigentlich wollen so Viele aus aller Welt dann ausgerechnet hierher?????????

Fazit:
Man kann eben jeden €uro nur EINMAL ausgeben, wer ihn für Urlaub verballermannt hat, sollte sich jetzt im Alter gefälligst zurückhalten, deswegen zu jammern, wenn die Rente zu karg ausfällt und keine oder deutlich zuwenig private Rücklagen bestehen, um das auszugleichen.

Viele in diesem Land können nicht mit Geld umgehen, können nicht rechnen und sollten dies deshalb besser denen überlassen, die Beides beherrschen!!

Übrigens:
Nach der Wahl ist vor der Wahl!

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