Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.11.2013

06:00 Uhr

Weltklimakonferenz

Viele offene Fragen

Die Weltklimakonferenz geht zu Ende. Doch viele Lösungen haben die Länder auf dem Gipfel nicht erarbeitet. Besonders beim Thema Geld liegen die Staaten in ihren Meinungen weit auseinander.

Der deutsche Umweltminister Peter Altmaier auf der Klimakonferenz. Viele Lösungen haben die versammelten Staaten nicht hervorbringen können. dpa

Der deutsche Umweltminister Peter Altmaier auf der Klimakonferenz. Viele Lösungen haben die versammelten Staaten nicht hervorbringen können.

WarschauDie UN-Klimakonferenz soll am Freitag zu Ende gehen. Einen Tag vor dem geplanten Abschluss der Klimakonferenz in Warschau gab es in zentralen Punkten noch viele offene Fragen. Insbesondere beim Thema Geld für ärmere Länder lagen die Meinungen weit auseinander. „Es gibt keinen Punkt, an dem nicht strittige Fragen vorhanden sind“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser vom Bundesumweltministerium am Donnerstag mit Blick auf den Finanz-Entwurf.

Bis 2015 soll entschieden sein, auf welchen Wegen ärmere Staaten mehr Geld für die klimafreundliche Entwicklung und die Anpassung an Klimafolgen erhalten. Bei dem Punkt sei man vorangekommen, ungelöst sei aber „der Bereich Finanzen“, sagte Heinen-Esser. Umweltgruppen sehen wenig Anzeichen für Fortschritte bei diesem Thema.

Beim Waldschutz sei man auf „sehr gutem Weg“, fügte Heinen-Esser hinzu. Auch da sei jedoch die Finanzierung noch offen. Hauptgeberländer seien bislang neben Deutschland auch die USA und Norwegen.

Was ist die größte Baustelle bei der Energiewende?

Auf der Konferenz in Warschau wollen die Länder vor allem am Grundgerüst für einen weltweiten Klimavertrag weiterbauen, der 2015 in Paris vereinbart werden soll. Dazu ist es wichtig, dass die Staaten im kommenden Jahr ihre nationalen Klimaschutzziele vorlegen.

In China geschehe zwar sehr viel beim Thema Klimaschutz, sagte der deutsche Chefverhandler Karsten Sach. „China will sich aber nicht vorschreiben lassen, wann es etwas vorlegt.“ Mit Russland gebe bei anderen Themen noch Probleme.

Heinen-Esser zeigte sich dennoch optimistisch. Eine entscheidende Bedeutung komme nun den Leitern der einzelnen Arbeitsgruppen zu, sagte sie. Die Konferenz soll offiziell am Freitagabend enden, zumeist werden solche Tagungen aber um etwa einen Tag verlängert.

Von

dpa

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

vandale

22.11.2013, 08:26 Uhr

Heute morgen hatte ich etwa 10 - 20 cm Schnee vor der Haustür. Im Jahr 2000 meinte Herr Latif, Berater der Klimakanzlerin, dass es keine kalten Winter mehr geben würde. Mittlerweile meint man, dass sich der Klimawandel im Ozean versteckt, oder dass es in Europa kälter werden müsse, damit dass Eis der Arktis auftauen kann.

Ich kann nur hoffen, dass die grosse Koalition das Versprechen eines Klimawandels beschleunigt umsetzt.

Des weiteren bin ich als Steuerzahler glücklich nicht in einem "Hauptgeberland" zu leben.

Vandale

Account gelöscht!

22.11.2013, 10:04 Uhr

Aus der Sicht der großen Klimaideologen und der Vertreter der 3. Welt hat das Klimaspektakel vor allem dem Ziel gedient, ein riesiges internationales Umverteilungsprogramm von den Industrienationen hin zu den Entwicklungsländern zu organisieren.

Begründung sollte sein: Die Entwicklungsländer müssen Hilfe bei der Bewältigung des (angeblich menschengemachten) Klimawandels erhalten, den die Industrieländer (angeblich) verursacht haben.

(Nur eine kleine Zwischenbemerkung: Dass der Wirbelsturm auf den Pilippinen eine Folge der Erderwärmung sei, ist eine glatte Lüge. Wenn dem so wäre, ist zu fragen: Warum haben wir dann in der Karibik seit "Kathrina" keine nennenswerten Wirbelstürme mehr?)

Wegen der erhofften Umverteilungsmilliarden haben die von den Regierungen besetzten, also nicht wissenschaftlich, sondern rein politisch bestimmten Entscheidungsgremien des IPCC den apokalytischen Alarmberichten der Klimaalarmisten immer zur Mehrheit verholfen. Das dabei "wissenschaftlich" gehörig getrickst wurde, hat Climategate der Welt offenbart.

Dieses Spielchen scheitert gerade. Nach Australien lässt auch England durchblicken, dass es das Umverteilungsprogramm nicht mit Milliarden mästen werde. Die Beispiele werden Schule machen.

Und weiterhin dürfte die Erde den Rest erledigen. Sie wird weiter überhaupt nicht daran denken, parallel zum Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre immer wärmer zu werden. Am Ende dürften auch die letzten Ideologen dastehen wie der Kaiser in Andersens Märchen "Des Kaisers neue Kleider".



Dilling

22.11.2013, 12:37 Uhr

@Antiillusionist
„Dass der Wirbelsturm auf den Philippinen eine Folge der Erderwärmung sei, ist eine glatte Lüge.“

Und für diese Aussage haben Sie einen wissenschaftlichen Beweis zur Hand? Wohl kaum, denn alles was die Klimadebatte so kontrovers antreibt sind unterschiedliche Hypothesen. Hypothesen, wie z.B. Einsteins Relativitäts- oder Darwins Evolutionstheorie, sind jedoch per Definition angreifbar. Hypothesen sind also weder wahr, noch unwahr sondern unterliegen einzig einem gewissen Wahrscheinlichkeitsgrad.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×