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06.11.2013

06:00 Uhr

Wiederbeschaffungswert

Was kostet die Welt?

Ein US-Astronom hat den Wiederbeschaffungswert von Planeten berechnet. So kostet die Erde etwa das Vielfache von dem, was der Mars kosten würde. Was kurios klingt, hat einen praktischen Hintergrund.

Eine NASA-Aufnahme der Erde. Ein amerikanischer Wissenschaftler hat nun den Preis unseres Planeten errechnet. dpa

Eine NASA-Aufnahme der Erde. Ein amerikanischer Wissenschaftler hat nun den Preis unseres Planeten errechnet.

Fünf Billiarden US-Dollar – also eine Fünf mit 15 Nullen. Diesen Wert hat der US-amerikanische Astronom Greg Laughlin für die Erde errechnet. Dagegen geht der Mars (Preis: 15 000 Dollar) als echtes Schnäppchen durch.

Mit einer komplizierten Formel hat der Planetenforscher von der Universität Santa Cruz den Wiederbeschaffungswert eines Planeten bestimmt, auf dem Menschen überleben können. In die Rechnung fließen unter anderem die Masse eines Planeten, die Temperatur auf seiner Oberfläche und die Entfernung zur Sonne ein.

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Hinter der kuriosen Formel steckt ein praktisches Problem: Mit modernen Teleskopen entdecken Astronomen eine Vielzahl von erdähnlichen Planeten – und müssen sich entscheiden, bei welchen Kandidaten die weitere Erkundung lohnt.

Allerdings gibt es für den Wert der Erde eine viel einfachere Rechnung. Schließlich bilden sich Preise in einer Marktwirtschaft über Angebot und Nachfrage. Und da wir nur einen Planeten haben, ohne den wir auch keinen Handel betreiben und Preise bilden könnten, bleibt die Erde schlicht unbezahlbar.

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Kommentare (4)

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Prophet

06.11.2013, 10:24 Uhr

Auch wenn ein fremder Planet nur einen Dollar kosten würde, niemals wird ein Mensch ihn erreichen, besitzen oder gar besiedeln.
Die derzeitige menschliche Zivilisation hat ihren Zenit lange hinter sich. Darum sind solche Gedanken unsinnig und überflüssig.
Der Mensch sollte seine kurze Zeit lieber nutzen, um die Schönheit und Einzigartigkeit der Schöpfung zu erkennen. Dadurch erlangt er tatsächlichen geistigen Besitz und der kostet nichts.
Die Ausweitung der Pest "Mensch" auf andere Planeten wird verhindert werden.
Der Mensch hat sich als total verantwortungslos und unwürdig erwiesen.

entdecke-dein-leben

06.11.2013, 11:43 Uhr

"Wiederbeschaffungswert"- dieses Wort im Zusammenhang mit dem "Wesen Erde", die uns trägt, zeigt schon deutlich die Abgetrenntheit der Wissenschaft und damit, in der heutigen Zeit der Wissenschaftsgläubigkeit, auch des Menschen von allem Schöpferischen, von Allem das nicht unserem Machertum unterworfen ist.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet hat PROPHET schon recht wenn er "Schönheit" und "Einzigartigkeit" als den wesentlich wichtigeren Besitz, weil innewohnenden geistigen Besitz, proklamiert. Auch die Verantwortungslosigkeit und die fehlende Würde sehe ich, jedoch den Menschen, noch lange nicht an seinem Zenit angekommen. Wir befinden uns als Menschheit in der sogenannten "Post-Monderne", in der der Individualismus auf die Spitze getrieben wurde und immer noch wird. Dies ist jedoch, wenn ich die Menschheitsentwicklung aus einer sagen wir bildlich gesprochen, erhöhten Entfernung aus betrachte, dann ist dies wie die ICH-Entwicklung eines Kindes notwendig, um Gruppenfähig zu werden, und somit zu erkennen, dass unser eigenes Schicksal auch das unseres Nachbarn ist, das das Schicksal der Erde auch unser Schicksal ist. Sollten wir uns doch irgendwann als die "Pestbeule" der Erde erweisen, wird diese uns einfach und radikal eliminieren. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass wir Menschen rechtzeitig - wenn auch wahrscheinlich mit vorhergehenden Leiderfahrungen - unser Bewusstsein erweitern, Einsicht und Erkenntnis darüber erlangen, wer wir Menschen sind und uns zu dem wahren Mensch-Sein entwickeln.

Gruenpfeil

06.11.2013, 12:48 Uhr

Den Wert der Erde auf rein ökonomische Maßstäbe reduzieren zu wollen - das grenzt schon ans Lächerliche. Wieder einmal mehr wollen wir kleinen Menschlein die Natur in eines unser beschränkten Denkschemata pressen - in diesem Fall in unsere höchst subjektiven, stets variablen Wertvorstellungen...! Das ist so ähnlich, als wollten wir versuchen, den blauen Himmel wegdiskutieren zu wollen...

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