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22.07.2013

06:00 Uhr

Wind- und Solaranlagen

Alles wird virtuell - die Energieversorgung auch?

Die Erzeugungsschwankungen bei Solar- und Windkraftanlagen sind für die Energiebranche ein massives Problem. Die Verzahnung von Internet und Industrie könnte es lösen.

Windräder virtuell vernetzen: Gebündelt kann Strom besser vermarktet werden. dpa

Windräder virtuell vernetzen: Gebündelt kann Strom besser vermarktet werden.

Wo früher nur ein Atomkraftwerk stand, produzieren heute kleine Solar- und Windkraftanlagen Strom. Anstatt eines großen Energieerzeugers gibt es nun viele kleine. Um deren etwa durch Wetter verursachte Schwankungen auszugleichen, erprobt die Energiebranche derzeit sogenannte virtuelle Kraftwerke. Hierbei werden etwa Windräder und Solaranlagen virtuell mit Pumpspeicherkraftwerken oder Batterien vernetzt.

„Dabei können zum Beispiel flexible, regelbare, dezentrale Erzeugungstechnologien wie Blockheizkraftwerke oder Speicher durch intelligente Steuerung und Vernetzung eine Minderproduktion fluktuierender Energiequellen wie Wind oder Sonne ausgleichen“, erklärt Thomas Frey, der bei GE Global Research Europe als Senior Engineer Lösungen für die dezentrale Energieerzeugung entwickelt.

Ein weiterer Vorteil des virtuellen Kraftwerks: Der Strom kann gebündelt vermarktet werden. Die großen Energieversorger haben bereits erste Erfahrungen damit gemacht, der Ökostromanbieter Lichtblick bietet mit Volkswagen Strom aus virtuellen Kraftwerken an.

Die Verzahnung von Internet und Industrie, das sogenannte „Industrial Internet“, ist nicht nur in der Energieerzeugung sinnvoll. Auch in anderen Branchen können mit den auf diese Weise gewonnenen Daten Steuerungsprozesse optimiert werden. So führt die virtuelle Vernetzung zu materiellen Vorteilen.

Kommentare (4)

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Duesseldorfer

22.07.2013, 10:45 Uhr

Virtuelle Kraftwerke sind der nächste Evolutionsschritt in die Erneuerbaren. Wie das funktioniert, sieht man übrigens hier: http://youtu.be/Lfaznjlv4-k

Livia

22.07.2013, 11:14 Uhr

Es ist schon Dummheit vieler Betriebe, daß sie nicht 2 Rechner haben - einen der ins Netz geht und einen anderen für empfindliche Daten, der im Netz nichts zu suchen hat!

Alles, was miteinander verknüpft ist, kann nämlich auch darüber besonders leicht sabotiert werden und ist erheblich störanfälliger!
Für eine gesunde Energieversorgung ist eauch ein vernünftiger Energiemix nötig - man macht sich nicht von einer Energieart - nämlich Elektrizität - abhängig! Auch die direkte Nutzung - ohne den Umweg über die Verstromung - von Wasser, Wind und Brennstoffen ist da mit einzubeziehen!!!
Autarke Ökodörfer, die ihre erzeugte Energie in Eigenregie vor Ort selber verkaufen sind zu fördern. Viele kleine und mittlere Betriebe sind besser als ein großer! Und internationale Konzerne braucht erst recht niemand!!!
Ein EMP (Naturkathastrophe - Zuletzt 1851! -, Sabotage, feindlicher Akt) zerstört Trafos und Generatoren und würde schon heute unser ganzes Leben derart außer Funktion bringen, da es Jahre dauert das Riesenstromnetz wieder hochzufahren! Viele Inselnetze - die man verbinden kann, aber nicht muß - sind die bessere Lösung!

putertee2

22.07.2013, 11:35 Uhr

Was heisst denn Neustart? Meine Empfehnlung: Atomausstieg modifizieren (wenigr und später); Netzanbindung vorhandener Solar- und Windparks zu 100% bis Ende 2016 umsetzen; keine neuen Anlagen - also Baustop - in allen Bereichen bis Ende 2017; mögliche Defizite der Energieversorgung vertraglich mit Frankreich bis Ende 2020 - Atomstrom u.a. Quellen - zu garantierten und für Frankreich attraktiven Preisen für Industrieabnehmer in Deutschland sichern.

P.H.

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