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11.02.2014

10:40 Uhr

Wirtschaft ohne Abfall

Elektro-Pfand gegen Ressourcenverschwendung

Neu ist die Idee nicht, ihr Anwendungsgebiet schon: Statt Elektro-Altgeräte in den Müll zu werfen, sollen sie wiederverwertet werden, fordert der Rat für nachhaltige Entwicklung. Dabei soll eine Pfandpflicht helfen.

D-Netz-Handys aus der Anfangszeit der Mobiltelefonie: Pfandpflicht für Elektrogeräte gefordert. dpa

D-Netz-Handys aus der Anfangszeit der Mobiltelefonie: Pfandpflicht für Elektrogeräte gefordert.

FrankfurtDie Vorsitzende des Rates für nachhaltige Entwicklung, Marlehn Thieme, befürwortet eine Pfandpflicht für kleine Elektro- und Elektronikgeräte, wie zum Beispiel Handys. Ausrangierte Geräte dürften nicht mehr im Müll landen, sagte Thieme der „Frankfurter Rundschau“ (Dienstagsausgabe). Millionen Alt-Handys lägen in den Schubladen, deren Rohstoffe wiederverwertet werden könnten. „Sie dürfen nicht verlorengehen“, sagte Thieme. Das Pfand könne beim Abgeben in Sammelstellen erstattet werden.

Thieme forderte eine umfassende Kreislaufwirtschaft, die ohne Abfälle funktioniere. „Wir müssen die Einsammlung, Trennung und Verwertung von Abfällen, die eigentlich Wertstoffe sind, verbessern“, sagte sie. Auch die Verbrennung von Reststoffen müsse verringert werden. Die „thermische Verwertung“ von Verpackungen sei eine aberwitzige Verschwendung von Ressourcen. Zugleich forderte sie eine stärkere Besteuerung von Ressourcen und Energie im Zuge einer ökologischen Steuer- und Finanzreform, die sparsame Unternehmen belohne. Im Gegenzug könnten die Arbeitskosten reduziert werden.

Was ist die größte Baustelle bei der Energiewende?

In der Debatte um die Ökostrom-Umlage plädierte Thieme für einen Kostenschnitt. Sie machte sich für eine Fondsfinanzierung der Energiewende stark, wie sie zuletzt ähnlich von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ins Spiel gebracht worden war. Aigner war damit jedoch am Widerstand von Ministerpräsident Horst Seehofer gescheitert (CSU). Dadurch würde die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz , die gegenwärtig auf den Strompreis aufgeschlagen wird, deutlich sinken, sagte Thieme.

Von

afp

Kommentare (8)

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Ezlarth

11.02.2014, 11:22 Uhr

Nichts würde sich dadurch ändern. Ausgenommen dass sie teurer werden.

HofmannM

11.02.2014, 12:31 Uhr

Und diese grünsozialistische Ökodiktatur macht mit ihren Verboten und Vorschriften das Leben der Menschen weiter zu einen Gefängnis. Es wird der Tag kommen, wo sich der deutsche/europäische Bürger dafür rechtfertigen muss, warum er es gewagt hat aus dem Haus zu gehen bzw. frei und ungezwungen leben will! Die Ökodiktatur hat mit den Grünen und Sozialisten und mit dieser falschen Merkel-Kanzlerin richtig an Fahrt aufgenommen. Die soziale und freie Marktwirtschaft wurde durch das Diktat einer Ökosozialistischen Kanzlerin Merkel in Deutschland abgeschafft! Die Merkel-CDU ist der grünsozialistische Wolf im schwarzen Schafsgewand!
Und das Schaf steht hier stellvertretend für die blinden Stammwähler der Union.

Leser

11.02.2014, 14:07 Uhr

@HofmannM: Was hat sinvolles Recycling mit Ökodiktatur zu tun? Wenn die Leute einfach zu dumm sind und einfach gedankenlos alles was nicht mehr gebraucht wird, wegwerfen, hilft leider nur der Griff in deren Geldbeutel, um das zu ändern. Was bei Flaschen geht, sollte auch bei Kleingeräten klappen. Und dann bitte auch gleich bei Plastiktüten!

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