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23.07.2013

06:00 Uhr

World Wide Web

Wer hat das Internet erfunden?

Carl Benz erfand das Auto, Thomas Edison die Glühlampe – doch wer war es, der vor vielen Jahren den Grundstein für das heute weltweit umspannende Kommunikationsnetzwerk gelegt hat?

Netzwerkstecker: In den 1980er Jahren entwickelten Forscher das World Wide Web.

Netzwerkstecker: In den 1980er Jahren entwickelten Forscher das World Wide Web.

Der Erfolg hat häufig viele Väter, auch der des Internets. Als einer der wichtigsten Gründer des heute weltweiten Kommunikationsnetzes gilt der US-Psychologe J.C.R. Licklider, der sich Ende der 50er Jahre mit technischen Netzwerken beschäftigte. Licklider war Direktor eines Forschungsarms des Pentagon und wollte den Austausch mit Wissenschaftlern von US-Universitäten verbessern.

Anfang der 60er Jahre konnten über das sogenannte Arpanet erstmals Daten in kleinen Paketen über Telefonleitungen verschickt werden. 1968 erhielt die Computerfirma Bolt, Beranek and Newman den Auftrag, das Arpanet auszubauen. Den Durchbruch brachte 1971 der dort beschäftigten Computerfachmann Raymond Tomlinson als es ihm gelang, die erste E-Mail zu verschicken. Nur zwei Jahre später bestanden schon 75 Prozent des damaligen Arpanet-Datenverkehrs aus E-Mails.

Die Weiterentwicklung zum World Wide Web gelang schließlich 1989 dem Briten Tim Berners-Lee. Er entwickelte am europäischen Kernforschungszentrum Cern die Seitenbeschreibungssprache HTML, auf der noch heute die Strukturierung von Internetinhalten basiert. Der Rest ist Geschichte.

Kommentare (1)

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TimJim

31.01.2014, 08:29 Uhr

Es gibt hierbei 2 Punkte, die mich erstmalig zu einem Schreiben eines Kommentar veranlassen:
Der Aufruf des Handelsblatts zur Nettiquette, zum "Fair bleiben" sowie der Artikel selbst.

Immer wieder erscheinen ähnliche Artikel wie dieser über die Geschichte der Art und Weise, wie heute die gesamte Kommunikation, die Arbeitsweise im Büro sowie sich die Nutzung von PCs und ähnlichem Equipment entwickelt hat.

Der Aufruf fair zu bleiben steht im krassen Gegensatz zu den Inhalten fast aller dieser erwähnten Artikel, denn nahezu in keinem wird Xerox erwähnt, die im Grunde die Basis für alle diese Entwicklungen geschaffen hat.

Ein besonderes Beispiel dafür ist vor allem das Buch und der Film über Steve Jobs:
Ich diskreditiere keinesfalls seine Leistungen, dies gilt ebenso für das Marketing-Genie Bill Gates, sondern höchstens das damalige Management von Xerox, was aber auch die Literatur schon hinlänglich und berechtigt getan hat.
Ich verlange aber von Reportern, dass bei der Aufstellung der Entwicklung jeglicher Sachverhalte in der Geschichte dieses Bereiches Xerox endlich mal auf seinen richtigen Platz gestellt wird - oder mir jemand fairerweise mitteilt, warum das unterlassen wird.

Zurückkommend auf die Story von Steve Jobs, bei der es am meisten deutlich wird und die leider mit dieser Lücke nach seinem Tod oft im TV gezeigt wurden:
Das ganze GUI, also die Nutzung einer grafischen Oberfläche mit Maus, Pop-up-Menüs u.ä,
verbunden mit Email und Netzwerk, worin sich umgebaute Kopierer als Laser-Drucker befanden ...
Kurz: Jede heutige Selbstverständlichkeit im Büro und Zuhause hatte Xerox bereits Anfang der 70er Jahre erfunden und 2 prominente Besucher (s.o. ;-)) haben dieses Wissen bzw. diese Idee - nennen wir es mal statt geklaut netterweise - "übernommen".

Also abgesehen von den ersten serienreifen PCs mit Festplatte u.ä. anderen Dingen, war Xerox der Treiber und leider auch die Ausstellungsfläche, an dem sich - am Ende muss man es sagen - die gesamte Welt bediente.

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