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23.01.2014

12:48 Uhr

Zurück zu Kohle

Kehrtwende in Australiens Klimapolitik

Australiens konservative Regierung dreht die Energiewende zurück und setzt auf Kohlestrom. Und das, obwohl das Land seinen Bedarf mit Erneuerbare decken könnte.

BHP Billiton Mount Whaleback in der Pilbara Region im Westen: Australien setzt auf fossile Energiequellen, dabei sind die Voraussetzung für erneuerbare Energiequellen bestens. Reuters

BHP Billiton Mount Whaleback in der Pilbara Region im Westen: Australien setzt auf fossile Energiequellen, dabei sind die Voraussetzung für erneuerbare Energiequellen bestens.

CanberraAustralien mag derzeit die höchsten je gemessenen Temperaturen verzeichnen und unter verheerenderen Waldbränden leiden. Dass diese Extreme zum Teil Folge des Klimawandels sind, wagen aber nur noch einzelne Wissenschaftler auszusprechen. Denn nur wenige Tage nach der Amtsübernahme bewies die im September gewählte konservative Regierung ihre klimawandelskeptische Einstellung.

Premierminister Tony Abbott feuerte die nationale Klimakommission. Ein Gremium hochkarätiger Experten, die Regierung und Bevölkerung neutral über die Gefahren der globalen Erwärmung informierte. Auch den Posten eines Wissenschaftsministers strich er aus dem Regierungskabinett. Abbott hält dezidiert nichts von Klimawissenschaften: Als im vergangenen Oktober Feuerinfernos große Flächen im Westen Sydneys zerstörten, meinte er, Feuer sei nun mal „Teil des australischen Erlebnisses“.

Für Experten wie die Umweltwissenschaftlerin Lesley Hughes dagegen zeigen 25 Jahre wissenschaftlicher Forschung einen klaren Zusammenhang zwischen dem klimabedingten Mangel an Regen, extremer Trockenheit und Waldbränden, die immer häufiger außer Kontrolle geraten. „In Australien beeinflusst der Klimawandel sowohl die Frequenz als auch die Intensität extremer Hitze“, meint auch Will Steffen, Australiens bekanntester Klimaexperte. Dies erhöhe das Risiko von Waldbränden. Steffen und Hughes waren die führenden Köpfe der von Abbott abgesetzten Klimakommission.

Premier Tony Abbott: Australiens Regierungsoberhaupt hält nichts von Klimawissenschaften. Reuters

Premier Tony Abbott: Australiens Regierungsoberhaupt hält nichts von Klimawissenschaften.

Seit den Wahlen ist das Thema Klimawandel bei der Regierung gestrichen. Auch die Medien spielen mit. Grund dafür ist ihre extreme Konzentration in Australien. 75 Prozent der Zeitungen gehören dem konservativen Medienmogul Rupert Murdoch. Er unterstützt Abbotts Feldzug gegen die vermeintlich „linken“ Wissenschaftler.

Rund 75 Prozent des Stroms erzeugt Australien aus Kohle und anderen fossilen Energieträgern, nur gut 13 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Australien gehört deshalb zu den größten Pro-Kopf-Emissionsverursachern weltweit. Die Konservativen genießen seit Jahren die Unterstützung der Rohstoffindustrie, besonders des Kohleenergiesektors, der oft verdeckte Kampagnen gegen alternative Energien fährt.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

23.01.2014, 18:42 Uhr

Australien ist der erste bedeutende westliche Industriestaat, der offen aus der Reihe der devoted believers der Global Warming Church aussteigt und zurück zur Vernunft findet.

Das Beispiel sollte Schule machen.

Heute hat die NASA offiziel bestätigt, dass der Stillstand der Erderwärmung, der 1997 begonnen hat, auch im Jahr 2013 angehalten hat. Siehe:

http://www.thegwpf.org/nasa-noaa-confirm-global-temperature-standstill-continues/

Es ist auch für Deutschland an der Zeit, dem CO2-Klimamärchen den Garaus zu machen.

Goetterdaemmerung

23.01.2014, 19:12 Uhr

Es ist der Plan der Bilderberger und anderen Logen, durch die Umweltverschmutzung durch Feinstaub, langsam aber sicher, zu dezimieren. Die Pharmaindustrie melkt dann noch solange die Kuh Milch gibt.

Der große Plan ist Weltbevölkerung bis 2050 auf 5 bzw. 4 Millarden zu schrumpfen.

Die Entscheider sprich Götter in Menschengestalt entscheiden, wer überlebt, zu etwas kommt, wo Krieg entsteht und wo nicht!

Alle sehen dabei zu, wie die Säue die zusehen wie ihre Artgenossen zum Metzger gebracht werden.

Ja so ist es!

Klimawandler

23.01.2014, 19:38 Uhr

Die Wende ist nah, das macht Hoffnung.

Der Aufwärtstrend der Klimahysteriker scheint gestoppt. Nun ist es Zeit, dass wir Extremisten in Deutschland den Australiern zeigen, dass wir die Kehrtwende noch besser hinbekommen.

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