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15.10.2013

06:00 Uhr

Zusatzkosten

Ökostrom-Umlage für 2014 wird veröffentlicht

Der Strom aus Solaranlagen, Windrädern und Biogasanlagen ist teuer. Heute geben die vier Netzbetreiber bekannt, welche Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien für 2014 gezahlt werden muss.

Strommasten: Für die EEG-Umlage wird ein Anstieg um rund einen Cent erwartet. dpa

Strommasten: Für die EEG-Umlage wird ein Anstieg um rund einen Cent erwartet.

BerlinDie vier Betreiber von Höchstspannungsleitungen in Deutschland geben an diesem Dienstag die über den Strompreis zu zahlende Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien für 2014 bekannt. Erwartet wird ein Anstieg um rund einen Cent auf das Rekordniveau von 6,3 Cent je Kilowattstunde. Das würde für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeuten, dass diese Zusatzkosten beim Strompreis von 185 auf rund 220 Euro steigen - hinzu käme zudem automatisch eine höhere Mehrwertsteuerbelastung.

Die vier Netzbetreiber berechnen den erzeugten Ökostrom und organisieren das Vergütungssystem für Betreiber von Solaranlagen, Windrädern und Biogasanlagen. Diese erhalten auf 20 Jahre garantiert eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom. Über die Umlage wird die Differenz zwischen dem am Markt für den Strom erzielten Preis und dem Vergütungssatz gewährt. Da die Preise an der Strombörse 2013 massiv gefallen sind, wachsen diese Differenzkosten. Dieser Effekt ist in diesem Jahr hauptverantwortlich für den Anstieg.

Die neue Ökostrom-Umlage wird im Internet und per Pressemitteilung veröffentlicht. Der neuerliche Anstieg erhöht den Reformdruck. Allerdings können die bereits zugesagten und auf 20 Jahre garantierten Vergütungen nicht gekappt werden. Umstritten ist, dass in die Umlage auch immer mehr Rabatte für Großunternehmen mit einem hohen Energieverbrauch eingepreist wurden. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob dies aus wettbewerblichen Gründen vertretbar ist.

Von

dpa

Kommentare (2)

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steuerhilfe.net

15.10.2013, 06:31 Uhr

Da redet in 2 Wochen kein Mensch mehr drüber, dann hat sich der Bürger daran gewöhnt und außerdem hat er es so gewollt.

Sonnenschein

15.10.2013, 09:02 Uhr

Da die EEG-Umlage sich aus dem Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben bei Verkauf und Erzeugung des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen ergibt, bedeutet die Steigerung der Umlage um ca. 1 Cent bei gleichzeitigem Absinken des Börsenpreises um ca. 1 Cent keine Steigerung des Strompreises mehr.

Meine Stromrechnung ist in den letzten Jahren bei gleicher Lebensweise nicht gestiegen, sondern gesunken. Beim Kauf von Elektroartikeln achte ich allerdings auf den zu erwartenden Stromverbrauch und alle defekten Glühbirnen werden durch Energiesparbirnen ersetzt. Außerdem habe ich in 6 Jahren dreimal den Stromanbieter gewechselt. In diesem Jahr ist es wieder soweit und ich rechne Dank Wechselprämie auf jeden Fall im ersten Jahr wieder mit einer geringeren Stromrechnung als im letzten Jahr.



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