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20.01.2007

12:51 Uhr

Handelsblatt-Briefing: Globalisierung

Willkommen in der Weltklasse

VonAnja Müller

Im globalen Wettbewerb sind deutsche Unternehmen gut aufgestellt. Jetzt kommt es darauf an, auch beim gestiegenen Tempo mitzuhalten.

DÜSSELDORF. Nur noch ein Sechstel unseres globalen Umsatzes ist in Deutschland, aber fast die Hälfte unserer weltweiten Arbeitsplätze sind in der Bundesrepublik", zählt Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche laut vor. "Wir sind nicht nur Getriebene oder gar Opfer der Globalisierung", sagt Zetsche. Sondern "in erster Linie Nutznießer".

Zetsches Worte, ausgesprochen beim Neujahrsempfang der Stuttgarter SPD vergangene Woche, zeigen: Noch immer müssen die Manager in Deutschland beschwören, dass die Globalisierung nicht per se etwas Schlechtes und vor allem nicht die einzige Ursache für den Abbau heimischer Arbeitsplätze ist.

Das Bekenntnis des Automanagers zum Standort Deutschland zeigt aber auch, dass die richtigen Worte am richtigen Ort für Manager global agierender Konzerne immer wichtiger werden. So verzichtet Zetsche nicht darauf zu betonen, dass die Marke Mercedes zwar in Stuttgart zu Hause sei, aber die Marke Chrysler eben auch in Detroit.

Der Spagat ist nicht immer einfach, vor allem, wenn Unternehmensbereiche auf verschiedenen Kontinenten miteinander konkurrieren und die Entscheider immer schneller handeln müssen. Hans-Peter Keitel, Vorstandsvorsitzender des Baudienstleisters Hochtief, ist sich dessen bewusst: "Die Zeit ist fortgeschritten - andere haben schneller Tempo aufgenommen als Deutschland."

In dieser Beschleunigung der Globalisierung sieht Juan Rigall auch die größte Herausforderung der nächsten Jahre. Der geschäftsführende Partner der Unternehmensberatung Droege & Comp. erklärt: "Die Unternehmen sind längst vor Ort, die Marktprognosen erstellt, die Risiken bekannt. Nun kommt es darauf an, schnell und nachhaltig Marktanteile zu erobern." Weite Wege dürfen daher nicht zu langen Entscheidungsprozessen führen, im Gegenteil. Wer in der Weltklasse mitspielen will, muss die Manager vor Ort machen lassen.

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