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21.01.2002

19:00 Uhr

Handelsblatt-Serie: Wertentwicklungsanalyse der US-Aktienfonds für Standardwerte

Erfolgsrezept: Konzentration auf preiswerte Aktien

Die Konzentration auf so genannte Value-Aktien garantiert im Kalenderjahr 2001 auch bei den US-Aktienfonds den Anlageerfolg.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der Scontinvest - North America Equity steht in der Jahresbilanz für die US-Aktienportfolios mit Anlageschwerpunkt Standardwerte dank eines Wertgewinns von 19,34 % auf Platz eins. Das "schlechteste" Produkt bringt es auf ein Minus von 46,26 %.

Marvin Schwartz, Fondsberater beim New Yorker Vermögensverwalter Neuberger Berman, betreut den Scontinvest North America Equity Fund. Dieses Produkt wurde von der Schweizer Discount Bank Group über die Luxemburger Fondsgesellschaft Scontinvest Equity aufgelegt.

Auch im laufenden Jahr will Schwartz seinen wertorientierten Ansatz beibehalten und nach Aktien mit relativ günstigem Kurs/Gewinn- Verhältnis suchen: "Diese Strategie ist vor allem während der Korrektur von Kursexzessen erfolgreich, und diese Phase ist noch nicht vorbei." Seine Skepsis gegenüber Technologiewerten - mit der Ausnahme von IBM - sieht Schwartz bestätigt: "Die letzten beiden Jahren mit dem Kursverfall geben uns recht."

Nach Angaben des Fondsberaters trugen auch ausgewählte Finanztitel, wie etwas Citigroup, die vom Rückgang der Zinssätze in den USA profitiert hätten, zur Wertentwicklung bei. IBM seien mit fast 8 % Fondsquote größter Einzelwert im Bestand, gefolgt von den Baugruppen D.R.Horton und Pulte Home mit jeweils fast 5 %. Gut investiert sei er auch bei Valero Energy, Anadarko Petroleum und Citigroup.

Gesamtwirtschaftlich sieht der Fondsberater bessere Zeiten heraufziehen: "Das Wachstum der US-Wirtschaft wird sich deutlich verbessern, schon im ersten Quartal erwarten wir eine Steigerung um drei Prozent." Als Gründe für den erwarteten Aufschwung nennt Schwartz die niedrigen Zinsen und Ölpreise, ein steigendes Verbrauchervertrauen sowie die von der US-Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft wie Steuersenkungen und Investitionsprogramme.

Platz zwei der Rangliste belegt mit einem Gewinn von 15,83 % der Prumerica WIP - US Value Fund A. Das Produkt wurde von der zum US-Versicherer Prudential gehörenden Anlagegesellschaft Prumerica Worldwide Investors Portfolio Sicav aufgelegt.

Die Portfolio-Manager Bradley Goldberg, Marc DeFranco und Brian Gillott erklären den Erfolg mit ihrer Investmentstrategie: "Wir investieren in etablierte Unternehmen, die ein Gewinnwachstum zeigen, das von den Märkten nicht voll erkannt wurde. Wenn Aktien im Verhältnis zum Gewinn, Buchwert oder Cash- Flow des Unternehmens billig erscheinen, kaufen wir sie."

Im vergangenen Jahr praktizierten Goldberg, DeFranco und Gillott zudem die alte Börsenregel, bei schlechten Nachrichten zu kaufen: "Wenn es jemals ein Beispiel für die Gültigkeit dieser Regel gab, dann war es das vierte Quartal letzten Jahres. Trotz der Folgen des 11. September haben die Märkte eine kraftvolle Erholung gezeigt."

Im vergangenen Quartal brachten den Fondsmanagern zufolge vor allem Aktien aus den Bereichen Informationstechnologie wie Synopsys, Sybase, Mentor Graphics und KPMG Consulting Gewinne. Die Titel aus dieser Branche sei derzeit mit 17 % gewichtet. Gegenwärtig führten drei Versicherungswerte die Liste der größten Einzelpositionen an: Hartford Financial, Allstate Insurance und XL Capital mit jeweils deutlich über 2 % Fondsquote. Auf den weiteren Plätzen folgten der Öl-und Gastitel Unocal, ICN Pharmaceuticals und Liberty Media.

Auch im laufenden Jahr sei die erfolgreiche Einzelaktienauswahl das Entscheidende. "In den vergangenen zwei Jahren haben die Value-Titel die Wachstumswerte überflügelt, mittlerweile haben wir aber ein Gleichgewicht erreicht", glauben die Experten.

Die Fonds-Gewinner 2001:>>Tabelle

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