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20.01.2002

19:00 Uhr

Handelsblatt-Serie: Wertentwicklungsanalyse internationaler Aktienfonds

Mit konservativer Anlage die Konkurrenz geschlagen

Auf ihren traditionell konservativen Investmentstil führt Susan Potto den Erfolg des von ihr gemanagten Franklin Mutual Beacon Fund A im Jahr 2001 zurück. Die Fondsmanagerin der US-Investmentgesellschaft Franklin Templeton hielt sich von den hoch spekulativen Technologieaktien fern - die stark verloren. Mit einer Jahresperformance von 12,19 % für 2001 führt der Fonds die Liste der international in Aktien investierenden Fonds an.

Quelle: Handelsblatt

HB/vwd FRANKFURT/M. "Wir setzen seit jeher auf unterbewertete Aktien", beschreibt die Fondsmanagerin ihren Investmentansatz. Die Untergewichtung im Technologiebereich zeuge von der Ausrichtung des Fonds auf Substanzwerte. Die drei größten Portfolio-Positionen entfielen auf die US-Warenhauskette Federated Department Stores, den Mischkonzern Tyco International und die Holding Berkshire Hathaway des Superinvestoren Warren Buffett mit jeweils deutlich über 1 % Fondsquote.

Auch im laufenden Jahr will die Fondsmanagerin konservativ agieren: "Es ist viel zu früh, um an eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft zu glauben. Deshalb setzen wir weiterhin auf hochqualitative, aber unterbewertete Aktien in verhältnismäßig defensiven Branchen mit starkem vorhersehbarem Cash Flow". Die hohe Cashquote von 30 % erklärt Potto unter anderem mit starken Mittelzuflüssen. Zwischen Juli und Dezember 2001 habe sich das Fondsvermögen durch neue Investoren verdoppelt. "Wir versuchen jetzt, die Quote zu drücken. Dennoch wollen wir nur Aktien mit einem hohen Abschlag auf den Substanzwert kaufen", erläutert Potto. Zum Jahresende waren US-Aktien mit 71 % im Fondsportfolio am stärksten vertreten.

Auf deutlich unterbewertete Aktien und eine antizyklische Anlagepolitik setzt auch Peter Huber, Gesellschafter der bankenunabhängigen StarCapital, Frankfurt. Der von ihm gemanagte Fonds DG Lux Multi Manager Starpoint landet mit einem Wertgewinn von 11,89 % auf Platz zwei.

"Mehrere recht glückliche Transaktionen" im Zuge der Reduzierung der Liquidität von 30 % auf 10 % im September trugen laut Huber zu diesem Ergebnis bei. Investiert habe er unter anderem in eine ganze Reihe von Spezialwerten, darunter Bilfinger + Berger oder Movie Gallery. Vor allem aber hätten Indexzertifikate auf seiner Zukaufliste gestanden.

Seine Anlagepolitik sehe auch für das laufende Jahr eine sehr breite Streuung der Werte vor. Die drei größten Titel im Portfolio seien der Generikahersteller Stada, der Maschinenbaukonzern ABB und der niederländische Chemiekonzern DSM. "DSM ist auf dem Weg zum Feinchemikalienhersteller und auch ABB konzentriert sich auf das Kerngeschäft. Stada wird von der Vergreisung der Gesellschaft und der Kostenexplosion im Gesundheitswesen profitieren", meint Huber. Er wolle diese Einzelwerte halten und bei Kursschwäche zukaufen.

Kursphantasie macht Huber unter anderem bei den Telekomausrüstern wie Corning, JDS Uniphase oder Lucent aus. Den Aktien aus dem Glasfaserbereich billigt er ""ein Kurspotenzial von mehreren hundert Prozent" zu.

Übersicht: Die Investment-Fonds Bestenliste 2001: >>Tabelle

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