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06.07.2000

08:54 Uhr

Handgranante explodierte

Flugzeugentführung in Jordanien gescheitert

Sicherheitskräfte erschossen den Entführer an Bord einer Maschine der Royal Jordanian Airline.

dpa AMMAN. Jordanische Sicherheitskräfte haben späten Mittwoch abend die Entführung eines Flugzeugs der Royal Jordanian Airline auf dem Weg nach Damaskus vereitelt und den Luftpiraten erschossen. Bei dem Zwischenfall wurden auch 15 der 84 Passagiere zum Teil schwer verletzt, meldete die jordanische Nachrichtenagentur Petra am Donnerstag. Der mit einer Handgranate und einer Handfeuerwaffe bewaffnete Hijacker hatte zehn Minuten nach dem Start versucht, in das Cockpit der Maschine einzudringen. Als er von den Sicherheitsleuten aufgehalten wurde, begann er zu schießen und warf die Handgranate zwischen die Passagiere.

Beim Schusswechsel mit den Sicherheitskräften an Bord wurde der Luftpirat erschossen. Das Flugzeug, das bei der Explosion der Handgranate nur leicht beschädigt wurde, kehrte in die jordanische Hauptstadt Amman zurück.

Nach den bisherigen Ermittlungen wollte der Luftpirat mit der Flugzeugentführung politisches Asyl in Europa durchsetzen. Sein Ziel sei vermutlich Deutschland gewesen, wo der syrische Staatsbürger früher gelebt habe, hieß es. Medienberichten zufolge hatte der Mann keinen politischen Hintergrund.

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