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23.01.2003

11:45 Uhr

Hauptverband zeichnet düsteres Bild

Ende der Bau-Krise nicht in Sicht

Die deutsche Bauindustrie sieht sich auch in diesem Jahr in der Krise und hat keine Hoffnung auf eine rasche Trendwende.

Reuters BERLIN. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) senkte am Donnerstag seine Umsatzprognose für 2003 auf minus 3,8 Prozent von zuletzt minus 3,1 Prozent. Die Umsätze könnten noch stärker zurückgehen, wenn die Steuer-Beschlüsse der Bundesregierung alle umgesetzt würden, erklärte der Verband in Berlin. Für dieses Jahr rechnet die Branche mit einem Verlust von mindestens 40 000 Arbeitsplätzen. "Alle Hoffnungen auf ein Ende der Baukrise haben sich damit vorerst zerschlagen", sagte Verbandspräsident Ignaz Walter. Für das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland rechnet der HDB im laufenden Jahr nur mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von unter einem Prozent.

In diesem Jahr erwartet der HDB ein Minus im Wohnungsbau von sechs Prozent, im Wirtschaftsbau von drei Prozent und im öffentlichen Bau von 2,5 Prozent. Bei einer Umsetzung der Steuerpläne von Rot-Grün drohten weitere Einbrüche. "Für die deutsche Bauwirtschaft wäre die Mindestbesteuerung tödlich", sagte Walter bei der Jahresauftaktpressekonferenz.

Nach ersten Schätzungen für das Bauhauptgewerbe sei der Umsatz im Gesamtjahr 2002 um nominal 5,3 Prozent zurückgegangen, erklärte der Verband weiter. Der Negativtrend bei den Umsätzen halte damit seit 1996 an. Der Index der börsennotierten Bauunternehmen lag am Vormittag knapp im Minus während der deutsche Aktienindex mit 0,9 Prozent im Plus notierte.

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