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24.05.2000

11:30 Uhr

vwd/HERZOGENAURACH. Ein weiterhin starker US-Dollar kann sich künftig nachteilig auf die Marge der Puma AG Rudolf Dassler Sport, Herzogenaurach, auswirken. Dies sagte der Vorstandsvorsitzende Jochen Zeitz auf der Hauptversammlung am Dienstag. Der Puma Konzern habe insgesamt einen Netto-US- Dollar-Bedarf, da das Unternehmen deutlich mehr in US-Dollar einkaufe, als im Dollarraum verkauft werde.

Dennoch werde für das Geschäftsjahr 2000 mit einer Ergebnissteigerung vor Steuern um mehr als zehn Prozent gerechnet. Puma erwarte durch die Fortsetzung der Investitionen in die Marke einen Umsatzzuwachs von rund 20 Prozent. Die Hauptversammlung stimmte am Dienstag mit großer Mehrheit allen Tagesordnungspunkten zu und entlastete damit Vorstand und Aufsichtsrat. Zudem wurde eine unveränderte Dividende von 0,10 EUR je Aktie beschlossen. Aktionärsverteter hatten zuvor die unveränderte Ausschüttung bei einem gestiegenem Ergebnis kritisiert.

Auch wenn sich das Ergebnis deutlich verbessert habe, sei es für das weitere Wachstum des Unternehmens von großer Bedeutung, dass vor allem in Marketing und den Produktbereich investiert werde, begründete Zeitz diesen Schritt. Danebe sei Puma "eher ein Wachstumswert als ein Dividendewert." Ein zukünftig höherer Aktienkurse dürfte daher für die unveränderte Dividende entschädigen. Das 1999 überproportional starke Umsatzwachstum im Bereich Textilien werde den weiteren Angaben zufolge im laufenden Geschäftsjahr etwas zurückgehen. Die Bereiche Sportschuhe und Accessoirs würden dafür wieder stärker wachsen.

1999 hatte der Bereich Textilien einen Anteil an den konsolidierten Umsätzen von rund 37 Prozent, Sportschuhe trugen mit 56 Prozent und Accesoirs mit sechs Prozent zu den Umsätzen bei. Der langfristig angepeilte Textilanteil von 40 Prozent sei damit sehr realistisch, so Zeitz. 1999 hatte Puma in den USA, als dem wichtigsten Markt für Sportartikel, 3,3 Mio USD in Marketing und 2,4 Mio USD in den Verkauf investiert, was sich negativ auf das Ergebnis in dieser Region augewirkt hatte. Es sei "sehr schwer" zu sagen, ob sich diese Investitionen schon im laufenden Geschäftsjahr positiv auswirken würden, sagte Zeitz weiter. Die Margensteigerung in den USA sei allerdings sehr begrenzt, da erst ein Jahr nach einer möglichen Marktbelebung mit einer Ergebnisverbesserung gerechnet werden könne. Bis Ende 2000 solle der geringen Produktverfügbarkeit in den USA jedoch mit der Eröffnung von zehn eigenen Geschäften entgegnet werden.

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