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01.01.2001

17:37 Uhr

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HB-Frühindikator: Wachstum in Deutschland schwächer

Der Handelsblatt-Frühindikator ist auf den tiefsten Stand seit November 1999 gefallen. Das Konjunkturbarometer Ost hat sich hingegen leicht erholt.

HB DÜSSELDORF. Die Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung in Deutschland mehren sich. Der Handelsblatt-Frühindikator für Westdeutschland (>>Tabelle und Grafik) ist im Januar noch einmal deutlich um 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 2,4 % zurückgegangen. Er fiel damit auf seinen niedrigsten Wert seit November 1999 (2,2 %).

Der Indikator eilt der tatsächlichen Konjunkturentwicklung um etwa ein Vierteljahr voraus. Gegenüber seinem Höchststand von 3,3 % im Oktober hat er binnen drei Monaten fast einen Prozentpunkt verloren. Das Konjunkturbarometer für die neuen Bundesländer (>>Tabellen und Grafik), das seit September ebenfalls einen vollen Prozentpunkt eingebüßt hatte, konnte sich im Januar dagegen leicht von 3,0 % auf 3,2 % erholen.

Vor allem die anhaltende Krise im Baugewerbe und ein erneuter Umsatzeinbruch im Einzelhandel haben den Indikator nach unten gedrückt. Im verarbeitenden Gewerbe dagegen stabilisierten sich Auftragseingänge und Geschäftsklima. Dort zeigte zuletzt allerdings nur noch der Export unveränderte Dynamik. Auf Grund des erholten Euro-Kurses und der sich abkühlenden Weltkonjunktur ist aber offen, ob sich dieser positive Grundtrend fortsetzen wird. Unsicher ist zugleich, ob die Binnennachfrage die Rolle des konjunkturellen Zugpferdes übernehmen kann. Die Inlandsbestellungen des verarbeitenden Gewerbes blieben zuletzt schwach.

Die Baukonjunktur liegt unverändert darnieder. Die Nachfrage blieb im Westen weiterhin unter dem Vorjahresstand, in Ostdeutschland erreichte sie sogar einen neuen Tiefstand.

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