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16.06.2000

16:28 Uhr

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HBV fürchtet massive Arbeitsplatzverluste und warnt Commerzbank und Dresdner Bank vor Fusion

Die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV) warnt die Commerzbank und die Dresdner Bank vor einer Fusion. Dies würde massive Arbeitsplatzverluste bedeuten, mahnte HBV-Bankenexperte Uwe Foullong in einem Gespräch mit der Nachrichteagentur ddp am Freitag in Düsseldorf.

adn DÜSSELDORF. Zu einem solchen Schritt gebe es auch keinen ökonomischen Zwang. Für beide Institute wäre es vielmehr besser, Kooperationen mit Partnern im europäischen Ausland einzugehen.

Foullong, der auch Mitglied des Aufsichtsrats der Commerzbank ist, reagierte damit auf einen Bericht des "Handelsblatts", wonach beide Institute über einen Zusammenschluss sprechen. Der Gewerkschafter machte demgegenüber deutlich, dass er dies für unwahrscheinlich halte. Damit würde schließlich die von Commerzbank-Chef Martin Kohlhaussen verfolgte Strategie der Eigenständigkeit in ihr Gegenteil verkehrt. Er erwarte aber, dass der Vorstand bei seinem Wort bleibe.

Foullong fügte hinzu, die gescheiterte Fusion zwischen Dresdner und Deutscher Bank zeige, dass auch ein Zusammengehen von Dresdner Bank und Commerzbank unsinnig wäre. Schließlich habe man es hier mit einem ähnlich gelagerten Fall zu tun. So könne auch bei Commerzbank und Dresdner Bank nicht von einer Ergänzung gesprochen werden. Überschneidungen gebe es sowohl im Investment Banking als auch im Privat- und Firmenkundengeschäft. Ein Zusammenschluss würde daher im Endeffekt auf eine "Kannibalisierung" hinauslaufen.

"Das führt dann dazu, dass irgendeiner den anderen schluckt", sagte der HBV-Experte.

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