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12.02.2002

14:40 Uhr

Heisbourg: El-Kaida ist geschwächt

Experte warnt vor Anschlägen mit Massenvernichtungswaffen

Als nächste Etappe in der Attentatskampagne des Terrornetzwerkes El-Kaida könnten nach Einschätzung des Terror- Experten Francois Heisbourg Anschläge mit Massenvernichtungswaffen drohen.

dpa PARIS. Der von den USA geführte Krieg gegen die El-Kaida-Terroristen habe das Netzwerk so stark geschwächt, dass es komplexe Anschläge wie die am 11. September nicht mehr ausführen könne, erklärte der Präsident der International Institute of Strategic Studies (London) am Dienstag in Paris.

"In der Logik der Organisation El Kaida bedeutet dies, dass sich das Netzwerk jetzt so rasch wie möglich Massenvernichtungswaffen zuwenden wird", sagte Heisbourg, der auch Direktor der französischen Stiftung für strategische Forschung (FRS) ist. Die Anschläge am 11. September hätten mit erheblichem personellen Aufwand lange vorbereitet werden müssen.

Das Aufdecken von El-Kaida-Zellen in Frankreich, Spanien, Bosnien und Singapur sowie die weitgehende Ausschaltung der Führungsspitze durch die US-Intervention in Afghanistan machten es für die Gruppe nahezu unmöglich, einen weiteren Anschlag dieser Art auszuführen, sagte Heisbourg. Eine Reihe von "Schläfer"-Zellen könnte aber immer noch handeln. Atomare, biologische und chemische Waffen seien dabei von der Vorbereitung und dem Zeitaufwand her einfacher einzusetzen.

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