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30.01.2002

15:40 Uhr

Heizungsbauer mit zehnter Ergebnisverbesserung in Folge

Buderus heizte 2001 tüchtig ein

Das Heizungstechnikunternehmen Buderus hat im abgelaufenen Jahr zum zehnten Mal in Folge ihr Ergebnis gesteigert und erwartet 2002 weitere Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Das Ziel für ein internes Wachstum von fünf Prozent im Geschäftsjahr 2002 sei aus heutiger Sicht realistisch, teilte Buderus am Mittwoch in Frankfurt mit.

Reuters FRANKFURT. Zuvor hatte die Wetzlarer Firma bekannt gegeben, 2001 die zehnte Ergebnisverbesserung in Folge erzielt zu haben. Zu dem jüngst abgebrochenen Übernahmeversuch durch den Automobilzulieferer Robert Bosch wollte sich Vorstandschef Uwe Lüders nicht weiter äußern. Die Aktien von Buderus gaben nach.

Auf Basis des angestrebten internen Umsatzwachstums erwarte Buderus eine erneute Steigerung des Ergebnisses. Diese solle mindestens so deutlich wie der Zuwachs beim Umsatz ausfallen, sagte Lüders. Auf mittlere Sicht werde zudem ein externes Wachstum von fünf Prozent erwartet, so dass insgesamt mit einem Wachstum von zehn Prozent gerechnet werden könne. Buderus gehe dabei davon aus, dass sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld nicht gravierend verschlechtert.

Zusätzliches Wachstum werde durch Zukäufe angestrebt, hieß es. Es würden bereits Gespräche geführt. Namen wollte Lüders nicht nennen. Besonders in England, Frankreich und Italien wolle Buderus den Bereich Heiztechnik verstärken. Synergien lägen vor allem im Bereich Vertrieb. Ziel sei, in den nächsten ein bis zwei Jahren ein bis zwei mittelgroße Zukäufe für einige hundert Mill. Euro umzusetzen. Buderus verfüge über ausreichend liquide Mittel und die Finanzierung sei kein Problem.

Angesprochen auf den vor zwei Wochen abgebrochenen Übernahmeversuch durch Bosch sagte Lüders, er gehe davon aus, dass das Thema zunächst vom Tisch sei. Bosch hatte Mitte Januar erklärt, Gespräche mit wichtigen Buderus-Aktionären seien erfolglos verlaufen und sich von seinen Übernahmeplänen zurückgezogen. Der Baukonzern Bilfinger + Berger, mit 30 % größter Einzelaktionär bei Buderus, hatte daraufhin mitgeteilt, bei seinem Buderus-Paket keine Strategieänderung mehr vornehmen zu wollen und den Anteil weiter als Finanzbeteiligung zu halten. Buderus wolle, dass diese Beteiligung weiterhin als attraktiv betrachtet werde, sagte Lüders am Mittwoch. Es lägen ihm auch keine Erkenntnisse über eine Änderung des Engagements der Commerzbank bei Buderus vor. Die Bank, die mit rund zehn Prozent an dem Heiztechnik-Unternehmen beteiligt ist, habe immer stabiles Interesse an Buderus gezeigt. "Ich gehen davon aus, dass es sich nicht ändern wird", sagte Lüders.

Vorläufigen Zahlen zufolge ist das Konzernergebnis 2001 vor Ertragssteuern im Vergleich zum letzten vollständigen Geschäftsjahr 1999/2000 um zwei Prozent auf 186 Mill. Euro gestiegen. Bereinigt um Einmalerträge ergebe sich ein Plus von neun Prozent. Der Umsatz habe sich um sechs Prozent auf 1,929 Mrd. Euro erhöht. Alle drei Konzernsparten, Heizungsprodukte, Gusserzeugnisse und Edelstahlerzeugnisse hätten zu dem Umsatzanstieg beigetragen. Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2000 hatte Buderus ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt.

Auf der Hauptversammlung am 19. Juni solle eine zum zehnten Mal in Folge erhöhte Dividende vorgeschlagen werden, teilte Buderus weiter mit. 1999/2000 sei den Aktionären je Aktie eine Dividende von 53 Cent gezahlt worden. Unterdessen stuften die Analysten die Aktien von Buderus auf "Akkumulieren" herunter. Das Kursziel betrage 30 Euro. Die Papieren gaben in einem leichteren Marktumfeld um 0,30 % auf 26,47 Euro nach.

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