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02.05.2003

08:26 Uhr

... wenn man vor einem leeren Blatt Papier sitzt und ein Gebäude entwirft, das im Arbeitsalltag von tausenden von Menschen bald darauf eine entscheidende Rolle spielt?*

Ich zeichne immer noch auf ein Papier. Das Gefühl dabei ist immer anders. Bei manchen Projekten sehe ich sofort das Problem, das Grundstück, die städtebauliche Lage und habe sofort eine Idee. Dann gibt es wieder andere Situationen, in denen das schwieriger ist. Das ist immer eine sehr aufregende Zeit, manchmal dauert sie Tage, manchmal Wochen, aber manchmal sogar Monate.

Ich lege mir selbst dann einen konstanten Zwang auf. Ich bin dann eigentlich nie zufrieden, bevor ich wirklich am Ende des Projekts bin. Das beschäftigt mich so sehr, dass ich dies nicht nur im Büro mache, sondern überall - im Flieger, bei einem Konzert oder sonst wo. Das ist mir als Architekt angeboren. Ich empfinde das auch nicht als Arbeit, sondern als Vergnügen. Das Schönste an meinem Beruf ist für mich, wenn das Gebäude am Ende fertig und bezogen ist - und nicht nur so aussieht, wie ich es mir vorgestellt habe, sondern eigentlich noch besser.

Die Frage stellte Felix Ullmann

* In Deutschland hat Stararchitekt Helmut Jahn mit zahlreichen Bürogebäuden viel Aufsehen erregt - zuletzt mit dem Post-Tower in Bonn. Weitere seiner Bauwerke sind die futuristischen Glaskuppeln des Sony Centers ind Berlin oder der Messeturm in Frankfurt.

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