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06.02.2002

12:35 Uhr

Hersteller verzeichneten im Jahr 2001 hohe Verluste

Hynix und Samsung erhöhen Chippreise

Zwei der weltgrößten Speicherchiphersteller haben erneut die Preise für ihre größten Kunden angehoben. Die Nummer Drei unter den DRAM-Herstellern, Hynix Semiconductor Inc, erhöhte nach Angaben einer Unternehmenssprecherin vom Mittwoch den Kontraktpreis für den 128-Mb-Chip um 20 bis 25 % auf im Durchschnitt vier $ je Stück. Aus Branchenkreisen verlautete ferner, dass die Samsung Electronics Co, Seoul, als weltgrößter DRAM-Produzent den durchschnittlichen Kontrakpreis bereits vor einigen Tagen auf vier $ pro Stück gesteigert habe.

vwd SEOUL. Nach Einschätzung des taiwanesischen DRAM Mosel Vitelic Inc-Herstellers vom Mittwoch wird der Einzelpreis für den genannten Chip in der zweiten Jahreshälfte bis auf 4,50 oder fünf $ steigen. Ein Stückpreis von etwa 4 $ ist laut dem Technologieanalysten Michael Min von Korea Investment Trust Management & Securities hinreichend, damit die Hersteller Gewinn bringend produzieren. Nach einem Bericht Mins vom Mittwoch liegen die Produktionsstückkosten von Samsung Electronics geringfügig über drei $, während die Aufwändungen von Hynix je 128-Mb-Chip bei 4 $ liegen.

Im vergangenen zweiten Halbjahr blieben die Chippreise überwiegend 30 Prozent unter den Herstellungskosten, so dass den Produzenten hohe Verluste entstanden. Seit November zeigt sich unterdessen eine Erholung der Spotpreise für DRAMs, deren Entwicklung Samsung und Hynix seit Dezember mit ihren Kontraktpreisen folgen. Am Mittwoch lagen die DRAM-Spotpreise laut DRAMeXchange zwischen 3,40 und 4 $ je Chip. Die beiden genannten Chiphersteller haben sich mittlerweile vollständig vom Spot-Markt zurückgezogen und produzieren ausschließlich für Vertragskunden.

Laut Branchenkennern verdient Samsung Electronics seit Mitte Januar wieder an ihren DRAM-Chips. Zuvor hatte das Unternehmen einen Kontraktpreis von 3,60 bis 3,80 $ je Stück durchgesetzt. Analyst Min geht davon aus, dass Hynix ab Februar wieder in die Gewinnzone kommt und mit einem operativen Gewinn von 90 Mrd. KRW im ersten Quartal erstmals seit einem Jahr ein Vierteljahr wieder mit einem Plus abschließt. Für Samsung Electronics sieht Min ein operatives Ergebnis für das Speichergeschäft von 220 Mrd. KRW in der Periode Januar bis März. In den beiden vorangegangenen Quartalen hatte dieser Bereich Verluste eingefahren.

Analysten halten es für wahrscheinlich, dass sich die Erholung im DRAM-Chipgeschäft auf die laufende Konsolidierung der Branche und damit auch auf den Verkauf der finanziell angeschlagenen Hynix Semiconductor auswirken wird.

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