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12.03.2004

11:33 Uhr

Heute zweites Spiel der Viertelfinalserien

Bangen in Berlin, Nervosität in Nürnberg

VonClaus Vetter

Zum Auftakt der Play-offs in der Deutschen Eishockey-Liga bleiben Überraschungen aus - doch manch ein Favorit tut sich unerwartet schwer.

BERLIN. In Hamburg passte am Mittwochabend alles - Stimmung, Kulisse, Ergebnis: Vor dem ersten Viertelfinalspiel um die deutsche Eishockey-Meisterschaft servierten die Kellnerinnen und Kellner in einem der Restaurants der Color Line Arena mit blau-weiß geschminkten Wangen die Drinks, beim Spiel dann jubelten knapp 13 000 Zuschauer in der ausverkauften Halle den souverän aufspielenden Freezers zu. Der Favorit gab sich keine Blöße, schon nach 20 Minuten stand es 2:0 für die Hamburg Freezers, die die Mannheimer Adler dann klar 5:2 bezwangen.

Die Play-offs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) haben begonnen, am ersten Spieltag der nach dem Modus "Best of seven" ausgespielten Viertelfinalserie gab es am Ende keine Überraschung. Doch so eindeutig wie in Hamburg ging es andernorts nicht zu. Die nach der Hauptrunde besser platzierten Mannschaften genossen zum Auftakt Heimrecht, manchem Team geriet das allerdings fast nicht zum Vorteil: Die Kölner Haie kamen nur zu einem knappen 2:1 gegen die Frankfurt Lions und die Berliner Eisbären, als Tabellenerster in die Play-offs gegangen, lagen nach nervösem Beginn gegen die Düsseldorfer EG schon nach wenigen Minuten 0:2 zurück. Doch der Rückstand wurde von den Berlinern aufgeholt, auch als Düsseldorf nach dem 2:2 noch einmal zum 2:3 traf, glichen die Eisbären aus. Verteidiger Micky DuPont und Stürmer Alexander Barta stellten mit ihren Toren im einseitigen letzten Drittel den 5:3-Erfolg für den Favoriten sicher. "Natürlich waren die Gegentore am Anfang ein herber Rückschlag", sagte Berlins Torschütze Barta. "Aber ich habe immer geglaubt, dass wir das noch schaffen."

Noch knapper als bei den Eisbären ging es in Nürnberg zu. 1:1 hieß es nach regulärer Spielzeit und nach torloser Verlängerung zwischen den Ice Tigers und dem ERC Ingolstadt. Erst im Penaltyschießen konnte sich Favorit Nürnberg nach dem Treffer von Steve Larouche durchsetzen. Nürnbergs Trainer Greg Poss war trotzdem unzufrieden. "Wir waren am Anfang etwas nervös, haben uns dann gesteigert, aber trotzdem noch zu viele Chancen zugelassen", sagte Poss. "Das müssen wir beim zweiten Spiel ändern."

Die zweiten Spiele in den Viertelfinalserien finden heute statt, die nach der Hauptrunde schlechter platzierten Teams haben dabei Heimvorteil. Vielleicht gibt es dann ja die erste Überraschung in den Play-offs der DEL.

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