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13.01.2003

13:29 Uhr

Hintergrund

Chronologie: Der Atomstreit mit Nordkorea

Nordkorea vereinbarte 1994 mit den USA die Einstellung seines Atomprogramms mit der Möglichkeit, waffenfähiges Plutonium herzustellen.

HB/dpa HAMBURG. Dann geschah in den letzten drei Monaten dies:

16. Oktober: Das US-Außenministerium teilt mit, Nordkorea habe die Existenz eines geheimen Atomprogramms zugegeben.

18. November: Nordkorea versichert, es habe keine Atomwaffen, sei aber zum Besitz solcher Waffen "berechtigt".

1. Dezember: Die USA, Japan und Südkorea verfügen einen Stopp von Heizöllieferungen an Pjöngjang, die 1994 für die Einstellung des Programms vereinbart worden waren. US-Präsident George W. Bush macht eine Wiederaufnahme der Energieversorgung von einem Verzicht auf das Atomprogramm abhängig.

10. Dezember: Nach Hinweisen des US-Geheimdienstes stoppen spanische Fregatten am Horn von Afrika einen Frachter mit nordkoreanischen Scud-Raketen für den Jemen. Nach Protesten der Regierung in Sanaa darf das Schiff weiterfahren.

12. Dezember: Pjöngjang kündigt an, es werde seine Reaktoren zur Energiegewinnung wieder anfahren. Zur Begründung wird auf den Stopp der Heizöllieferungen hingewiesen.

23. Dezember: US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld warnt Nordkorea auch mit Blick auf den Irak: "Wir sind fähig, auch in zwei bedeutenden Regionalkonflikten zu kämpfen". Anfang Januar erklärt Washington seine Bereitschaft zum Dialog mit Nordkorea, das einen Nicht-Angriffspakt mit den USA schließen will. Washington lehnt diesen ab.

27. Dezember: Nordkorea weist die Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) aus, die seit acht Jahren seine Anlagen kontrollieren. Deren Siegel und Monitore hatten die Koreaner bereits Tage zuvor aus den Fabriken entfernt.

6. Januar: Die IAEO verlangt die Rückkehr der Kontrolleure. Sonst müsse der UN-Sicherheitsrat eingeschaltet werden, der Sanktionen verhängen kann.

10. Januar: Nordkorea erklärt seinen Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag von 1968. Am nächsten Tag sagt sein Botschafter in Peking, auch das seit 1999 geltende Raketentest- Moratorium sei beendet.

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