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02.02.2003

14:05 Uhr

Hintergrund

Fische und Schnecken im All - die Mission der „Columbia“

Der Flug STS-107 der "Columbia" war die erste rein wissenschaftliche Mission eines Space Shuttles seit drei Jahren. Die 16 Tage, länger kann die "Columbia" kaum im All bleiben, waren vollgepackt mit 80 Experimenten - darunter auch zahlreiche aus Deutschland.

HB/dpa HAMBURG. Allein die europäische Raumfahrtagentur ESA hatte von der Crew etwa zehn Experimente vornehmen lassen. Um die Arbeitsflut bewältigen zu können, wurden die sieben Astronauten in ein "Team Blau" und ein "Team Rot" eingeteilt, um rund um die Uhr arbeiten zu können. Dazu lag im Laderaum des Shuttles das sechs Meter lange und 3,4 Meter hohe SpaceLab-Labor mit zwei getrennten Arbeitsräumen.

An Bord waren Ameisen, Spinnen, Ratten und auch ein Aquarium mit Fischen und Wasserschnecken aus Deutschland. Die Tiere befanden sich in einem neun Liter fassenden Spezialaquarium, um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Tiere und Mikroorganismen zu untersuchen. Die Ergebnisse hätten auch für die Medizin Bedeutung gehabt, da sie Rückschlüsse auf Knochenstoffwechsel und Bewegungskrankheiten beim Menschen erlauben. Das Mini-Ökolabor kreiste bereits 1998 erfolgreich an Bord eines Space Shuttles um die Erde.

Zudem untersuchten die zwei Frauen und fünf Männer das Verhalten von Gasen und auch Flammen in der Schwerelosigkeit. Untersucht wurde zum Beispiel, wie sich Hitze und Flamme einer Kerze ohne Gravitation ausbreiten. Auch die Wirkung der Schwerelosigkeit auf Aerosole, fein versprühte, fast gasförmige Flüssigkeiten, wurde untersucht. Zudem erforschten die Wissenschaftler ein neues Feuerlöschsystem.

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