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10.01.2003

11:38 Uhr

Hintergrund

Stichwort: Atomwaffensperrvertrag

Im Jahr 1968 schlossen die USA, die damalige Sowjetunion und Großbritannien den Atomwaffensperrvertrag (Non- Proliferation Treaty/NPT). Darin wurde es den Atommächten verboten, Nuklearwaffen an Nicht-Atommächte weiterzugeben.

HB/dpa HAMBURG. Zugleich verpflichteten sie sich zu Abrüstungsmaßnahmen. Frankreich und China schlossen sich 1992 an. Die nukleare Schwellenmacht Nordkorea hatte den Vertrag 1985 unterzeichnet. Der jetzt von Pjöngjang erklärte Austritt ist der erste in der Geschichte des Vertrages.

Den Unterzeichnerstaaten, die nicht über Atomwaffen verfügen, wird in dem Vertrag untersagt, derartige Waffen zu produzieren oder zu erwerben. Ihnen wird aber zur friedlichen Nutzung der Kernenergie der Zugang zu nuklearer Technologie garantiert. Sie verpflichten sich, ihre Atomindustrie einer Kontrolle durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien zu unterwerfen.

Die Laufzeit des 1970 in Kraft getretenen Vertrages betrug zunächst 25 Jahre. Alle fünf Jahre wird der Vertrag bei Konferenzen auf seine Wirksamkeit überprüft. Im Mai 1995 wurde das bis heute von 187 Staaten unterzeichnete Werk in New York zeitlich unbegrenzt und ohne Bedingungen verlängert. Am Ende einer Überprüfungskonferenz im Mai 2000 in New York sagten die fünf offiziellen Atommächte (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und China) eine völlige Beseitigung ihrer Arsenale zu - allerdings ohne Terminangabe.

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