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04.03.2003

16:09 Uhr

Hintergrund

Über 280 000 Mann stehen am Golf bereit

Ungeachtet aller diplomatischen Bemühungen setzen die USA ihren militärischen Aufmarsch für einen Krieg gegen den Irak verstärkt fort. Mittlerweile haben die Amerikaner schätzungsweise 250 000 Soldaten in der Umgebung des Persischen Golfs zusammengezogen, rund 100 000 von ihnen in Kuwait.

HB/dpa HAMBURG. Weitere 60 000 erhielten ihren Marschbefehl. Dazu gehören auch 15 000 bis 17 000 US- Soldaten aus Deutschland. Großbritannien, der engste Verbündete der USA, hat rund 30 000 Mann in Stellung gebracht, die meisten ebenfalls in Kuwait.

Bereits in der Region oder im Anmarsch sind sechs amerikanische Flugzeugträger und ihre Begleitschiffe. Wie der Flottenverband der am Montag von San Diego (Kalifornien) ausgelaufenen "USS Nimitz" haben die Trägergruppen jeweils eine Besatzung von etwa 8 000 Soldaten und Seeleuten. An Bord der Flugzeugträger sind jeweils 70 bis 80 Kampfflugzeuge, die in einem Krieg gegen den Irak eingesetzt werden können. Derzeit halten sich im Golf die "Constellation", die "Abraham Lincoln", "Theodore Roosevelt", "Kitty Hawk" und die britische "Ark Royal" bereit. Im östlichen Mittelmeer wartet die "Harry S. Truman" auf ihren Einsatzbefehl.

Zu Wochenbeginn sind die ersten schweren Fernbomber des Typs B-52 in Großbritannien gelandet. Von dort aus sollen sie im Ernstfall Richtung Irak starten. B-1-Langstreckenbomber wurden bereits in die Golfregion entsandt. Die gegen Radarerfassung geschützten und und je 2 Mrd. Dollar teuren B-2-Tarnkappenbomber stehen startklar im US-Bundesstaat Missouri.

In Camp El Sajlija im Emirat Katar haben die USA ihr vorgeschobenes Planungs- und Kommandozentrum eingerichtet. Von hier aus soll ein Angriff gegen Iraks Diktator Saddam Hussein geleitet werden.

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