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01.04.2003

18:00 Uhr

Die am meisten von dem Virus betroffenen Regionen sind laut der Weltgesundheitsorganisation Kanada (Toronto), Singapur, China (Peking, Guangdong, Hong Kong-Provinz, Shanxi, Taiwan-Provinz) und Vietnam (Hanoi). In Singapur und in Vietnam scheint die Epidemie laut dem Auswärtigen Amt wohl eingegrenzt.

Verhaltenshinweise


Das Auswärtige Amt attestiert Gesunden nur ein geringes Reiserisiko. Für Reisende werden folgende Verhaltensregeln empfohlen. Eine leichte Atemmaske für einen evtl. unvermeidlichen Kontakt mit SARS-Erkrankten wird als sinnvoll erachtet. Grundsätzlich sollte auf

  • eine gesteigerte persönliche Hygiene, insbesondere auch Händewaschen
  • ein allgemeines Vermeiden von nahen Kontakten und keine Begrüßung mit Handschlag (face-to-face, und z.B. in Bussen, Fahrstühlen) und großen Menschenansammlungen und
  • ein gänzliches Vermeiden von Kontakten mit Erkrankten geachtet werden.
  • Kranken wird ganz abgeraten in betroffene Gebiete zu reisen.



Ansteckungsgefahren


Nur intensiver Kontakt mit an SARS-Erkrankten, z.B. mit Familienangehörigen oder medizinischem Personal, scheint eine Ansteckung auszulösen. Das Virus kann z.B. durch Husten im Umkreis von rund zwei Meter übertragen werden. Schmierinfektionen, z.B. über Hände werden ebenfalls als möglich angenommen. Andere Übertragungswege werden zur Zeit für Hong Kong diskutiert, sind aber nicht bewiesen. Eine Ansteckung im Flugzeug wird aufgrund der Luftfiltertechnik als unwahrscheinlich ausgeschlossen.
Eine seuchenartige Verbreitung der Krankheit ist, so das Hamburger Tropeninstitut, nicht zu beobachten. Befürchtungen in der Bevölkerung, das Virus könne über die Luft übertragen werden, sind nach Ansicht des Tropeninstituts deshalb unbegründet. Über geringe Entfernungen hält die WHO jedoch auch eine Verbreitung über die Luft, Wasser oder das Abwassersystem möglich. Untersucht wird auch eine Übertragung durch eine Schmierinfektion.
Indirekt übertragen werden kann das Virus auch über infizierte Gegenstände, da das Virus drei bis sechs Stunden außerhalb des menschlichen Körpers überleben kann. Eine Reinigungslösung aus gewöhnlichem Putzmittel und Wasser macht den Erreger unschädlich.
Häufiger anzutreffen ist ein schwerer Verlauf der Krankheit bei älteren Patienten, die schon an einer anderen Krankheit leiden.

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