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08.01.2003

07:58 Uhr

Hitachi übernimmt Festplattensparte ganz

IBM lagert Produktion von Intel-Servern aus

Der Computerkonzern International Business Machines Inc. (IBM) hat den Elektronik-Auftragshersteller Sanmina mit der Fertigung von IBM-Netzwerkrechnern (Servern) beauftragt. IBM hat mit dem Auftragsfertiger einen Produktionsauftrag in Höhe von 3,6 Mrd. $ für die nächsten drei Jahre abgeschlossen.

tnt FRANKFURT/M. Bei den Servern, die IBM künftig nicht mehr in eigenen Werken herstellen wird, handelt es sich um sogenannte Intel-Server, die von IBM unter der Produktmarke X-Series verkauft werden. Diese Server werden von kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch in großen Computernetzwerken für den E-Mail-Verkehr oder als Druckerserver eingesetzt. Die Gewinnmargen beim Verkauf der Intel-Server sind für IBM wegen der starken Konkurrenz in diesem Segment mit Dell sowie HP/Compaq sehr begrenzt.

Mit der Auslagerung der Produktion setzt IBM den Weg fort sich von der unrentablen Produktion von Standardsoftware zu trennen. Bereits im Frühjahr vergangenen Jahres wurde die verlustbringende Produktion von PCs an Sanmina ausgelagert. Die Produktion von Computerfestplatten brachte IBM in ein Joint Venture mit dem japanischen Konzern Hitachi ein. Die Japaner werden bis Ende 2005 die Firma ganz übernehmen.

Auch ein kleiner Teil der Notebook- Produktion soll künftig von Auftragshersteller wie Sanmina oder Solectron übernommen werden. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass IBM-Chef Sam Palmisano auch diesen Bereich der Hardwareproduktion auslagern wird.

In der Branche werden Auftragshersteller wie Sanmina, Celestica und Solectron unter dem Begriff "Electronic Manufacturing Service" (EMS) gehandelt. Hinter den bei den Konsumenten wenig bekannten Unternehmen stehen weltweit operierende Fertigungsspezialisten, die Geräte für Markenhersteller produzieren. So fertigt beispielsweise Solectron die Spielekonsole X-Box für Microsoft, Celestica montiert Server der Marke Sun, und auch die meisten Marken- Handys stammen aus den EMS-Fabriken Nicht selten übernehmen die Auftragsfertiger dabei ganze Werke von Technologiekonzernen. So ist Teil der jüngsten Vereinbarung zwischen IBM und Sanmina, dass Sanmina Ausrüstung und Gebäude von IBM in Guadalajara (Mexiko) und Greenock (Schottland) übernimmt.

Quelle: Handelsblatt

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