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17.01.2001

11:09 Uhr

Höhere Verbraucherpreise erwartet

Schwächere US-Daten und Zinssenkung um 0,25 Prozent erwartet

Eine Reihe wichtiger US-Konjunkturdaten und die Rede des designierten US-Finanzministers Paul O'Neill dürften am Mittwoch den Blick von Anlegern und Händlern über den großen Teich bestimmen. Zudem wird am Abend der Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed), das so genannte "Beige Book", veröffentlicht. Von dem Bericht erhoffen sich Marktteilnehmer Einblicke darin, wie die amerikanische Zentralbank unter ihrem Chef Alan Greenspan die sich abschwächende US-Konjunktur bewertet.

Quelle: Handelsblatt

dpa-afx WASHINGTON. Vom künftigen US-Finanzminister O'Neill werden Ausblicke auf den wirtschaftspolitischen Kurs der US-Regierung unter dem neuen republikanischen Präsidenten George W. Bush erwartet. Die Konjunkturzahlen, die in Washington bekannt gegeben werden, dürften nach Ansicht der meisten Analysten das Szenario einer sich abschwächenden US-Wirtschaft weiter untermauern. Auf der Tagesordnung stehen am Mittwoch die Verbraucherpreise, die Industrieproduktion, die Reallöhne und die Kapazitätsauslastung in den USA.

Den Erwartungen nach sind die Verbraucherpreise in den USA im Dezember weiter gestiegen. Danach dürfte der Verbraucherpreis-Index im Vergleich zum Vormonat um 0,2 % geklettert sein. Auch die Kernrate, die ohne die schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise errechnet wird, ist den Schätzungen zufolge um 0,2 % gestiegen. Bei der Industrieproduktion rechnet der Durchschnitt der Analysten für den Dezember mit einem Rückgang von 0,5 % im Vergleich zum Vormonat.

Nächste Fed-Sitzung am 30. und 31. Januar

Die Konjunktur-Abkühlung dürfte nach Meinung der meisten Experten aber nicht so stark sein, dass eine Zinssenkung um 0,50 %punkte durch die US-Notenbank Fed gerechtfertigt würde. Der Offenmarktausschuss der Fed wird in seiner nächsten Sitzung am 30. und 31. Januar den Leitzinssatz bestimmen.

Ein deutliches Taumeln der Aktienmärkte könnte die Fed allerdings dazu bewegen, die Zinsschraube um 0,25 %punkte nach unten zu drehen, meinten Marktbeobachter. Dass die Fed die Zinsen senken werde, darüber herrsche ohnehin Einigkeit unter den Experten, sagte Ray Stone von Stone & McCarthy Research Associates. Die Frage sei jetzt nur noch, wie deutlich der Schritt ausfallen werde./ar/fn/sk

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