Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.04.2003

09:38 Uhr

Höherer Verlust als erwartet ausgewiesen

Ericsson verschärft den Sparkurs

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat im ersten Quartal 2003 einen höheren Verlust als von Analysten erwartet ausgewiesen und zugleich seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Darüber hinaus will der Konzern weitere Stellen abbauen. Analysten zeigten sich zumeist nicht überrascht von dem Ergebnis.

Reuters STOCKHOLM. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres sei saisonbereinigt vor Steuern ein Verlust von 3,5 Mrd. schwedischen Kronen (gut 383 Mill. ?) nach einem Minus von 5,2 Mrd. Kronen vor einem Jahr entstanden, teilte der Konzern am Dienstag in Stockholm mit. Analysten hatten im Schnitt einen Verlust vor Steuern von 3,3 Mrd. Kronen erwartet. Der Umsatz habe auf 25,9 (Vorjahr 37,0) Mrd. und der Auftragseingang auf 27,1 (41,9) Mrd. Kronen abgenommen. Den Cash-Flow weist Ericsson mit plus 0,7 Mrd. Kronen nach einem Minus von 4,1 Mrd. Kronen aus.

Das makroökonomische Umfeld sei unsicherer geworden, und die kurzfristige Nachfrage habe sich abgeschwächt, erklärte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg in einer Stellungnahme zum Quartalsergebnis. Deshalb müssten zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, fügte er hinzu. Die Zahl der derzeit knapp 60 000 Beschäftigten will der Konzern bis Ende des Jahres auf 52 000 reduzieren und 2004 weiter auf 47 000 Mitarbeiter senken.

Den Markt für Mobilfunksysteme in diesem Jahr beurteilt Ericsson pessimistisch. Dieser könnte 2003 in US-Dollar gerechnet um mehr als zehn Prozent schrumpfen. Gleichzeitig könnte der Gesamtumsatz von Ericsson in schwedischen Kronen gerechnet stärker als der Gesamtmarkt abnehmen. Dennoch bekräftigte der Konzern seine Prognose, im zweiten Quartal den Umsatz leicht zu steigern und im Jahresverlauf in die Gewinnzone zurückzukehren. Dabei werde Ericsson seinen Marktanteil bei Mobilfunksystemen halten.

"Wir sind nicht wirklich überrascht, dass das Unternehmen weiter Kosten senkt. Auf der Plus-Seite sind die Bruttospannen, der Auftragseingang und der Umsatz", sagte Mikael Laseen von Nordiska. Sein Kollege Thomas Langer von West LB Panamure fügte hinzu, die Zahlen lägen im Rahmen der Erwartungen. "Es gab keine dramatischen Überraschungen", sagte Langer. Dagegen bezeichnete Urban Elekund vom Haus Redeye den Quartalsbericht als überraschend gut.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×