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29.01.2003

15:15 Uhr

Hoffnung auf die Ispo

Deutscher Sportfachhandel leidet

Der späte Wintereinbruch und die schlechte Wirtschaftslage haben 2002 im Sportfachhandel zu einem Umsatzrückgang geführt. "Hätte es früher geschneit, wären wir mit einem blauen Auge davon gekommen", sagte Werner Haizmann, Präsident des Verbandes Deutscher Sportfachhandel (VDS), am Mittwoch vor der Sportmesse Ispo Winter 2003 in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Auf der Leitmesse der Branche präsentieren von Samstag (1. Februar) an mehr als 1500 Aussteller aus 43 Ländern Trends und Neuheiten rund um Ski, Snowboard und Sportbekleidung.

Während die deutschen Sportgeschäfte 2001 noch einen leichten Umsatzzuwachs verzeichnen konnten, verringerten sich nach VDS-Angaben die Erlöse im vergangenen Jahr um voraussichtlich fünf Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. "Auch zu Beginn der Ispo haben wir noch keinen Königsweg aus diesen Umsatzverlusten gefunden", sagte Haizmann. Dennoch blicke die Branche angesichts der anhaltenden Fitness- und Gesundheitsvorsorge-Welle optimistisch in die Zukunft. "Insgesamt betreiben 59 Millionen Deutsche ab 14 Jahren eine oder mehrere Sportarten aktiv. Mit unserer Rundumbetreuung des Profis genauso wie des Freizeitathleten können wir weiter Umsatz und Ertrag erzielen."

Vor allem der Skilanglauf profitiert nach Einschätzung von Siegfried Paßreiter vom Bundesverband der Deutschen Sportartikel- Industrie (BSI) vom Boom der Ausdauersportarten: "Langlaufen ist in und wird zum Trendsport des Winters." Vor allem "Nordic Cruising", das Langlaufen mit kürzeren und breiteren Ski auch für weniger Geübte leicht mache, verleihe der Sportart Impulse. Sie werde von zwölf Millionen Deutschen betrieben.

Starke Einbrüche verzeichneten hingegen die Alpinski-Hersteller. "Wir müssen befürchten dass wir zum Ende der Saison 2002/03 erstmals seit Jahren weniger als 500 000 Paar verkauft haben werden", sagte Paßreiter. Dennoch gebe es auch in diesem Bereich noch erhebliches Potenzial, weil der Markt nach wie vor noch nicht mit Carving-Ski gesättigt sei. "Man muss sich nur einmal auf der Piste umsehen, mit welchen alten Ski immer noch herumgefahren wird."

Besondere Impulse erhoffen sich die Ispo-Veranstalter von der Vorstellung von Produktinnovationen wie neuen winddichten, Wasser abweisenden Bekleidungsmaterialien oder einem in Skibindungen integrierten Bordcomputer. Insgesamt belegt die Sportmesse, die bis einschließlich Dienstag dauert, in diesem Jahr 150 000 Quadratmeter Hallenfläche auf dem Münchner Messegelände - 10 000 Quadratmeter weniger als noch im vergangenen Jahr. Auch die Zahl der Aussteller ging nach Messeangaben leicht zurück.

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