Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2003

22:53 Uhr

Hoffnung auf Gewinne in 2003

Wall Street schließt kaum verändert

Die anhaltende Hoffnung der Anleger auf ein besseres Börsenjahr 2003 hat den Technologiewerten an den US-Börsen am Freitag zum Handelsschluss ein leichtes Kursplus beschert. Sorgen um die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes nach schwachen Daten hätten jedoch den breiten Markt und die Standardwerte belastet, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,10 % auf 8 785 Punkten kaum verändert, die Technologiebörse Nasdaq zog dagegen um 0,65 % auf rund 1 448 Punkte an. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss unverändert mit 928 Zählern.

Viele Anleger rechneten damit, dass das neue Jahr das Ende der dreijährigen Schwäche der Aktienmärkte markieren werde, sagten Analysten. Die Anleger sähen wenig Aufwärtspotenzial am Rentenmarkt und hätten seit Jahresbeginn ihre Gelder in Richtung Aktien umgeschichtet. Der Dow-Jones-Index legte im bisherigen Monatsverlauf bereits um rund 5,3 % zu. "Die Anleger erwarten eine Trendwende der Konjunktur und des Aktienmarktes bis zur Jahresmitte", sagte Rob Arancio, Leiter Nasdaq-Handel bei Lehman Brothers.

Arbeitsmarktdaten trüben Stimmung der Anleger

Für trübe Stimmung bei den Investoren sorgte nach Händlerangaben dagegen die unerwartete Verschlechterung am US-Arbeitsmarkt im Dezember. Die Zahl der Beschäftigten in den USA außerhalb der Landwirtschaft fiel nach Angaben des US-Arbeitsministeriums um 101 000. Analysten hatten dagegen mit einem Stellenzuwachs um 22 000 Stellen gerechnet. "Wenn man einige dieser Daten anschaut, gibt es nichts, was eine anhaltende Erholung anzeigen würde", sagte Edward Schuller, Investment-Stratege bei dem Brokerhaus RBC Dain Rauscher.

Für Verstimmung am Markt sorgte nach Händlerangaben auch die Mitteilung des Pharmakonzerns Schering Plough vom Vortag. Wegen des Absatzrückgangs seines Allergiemedikaments Claritin senkte das Unternehmen das Gewinnziel für 2002. Die Aktien des Konzerns sanken um rund 0,4 % auf 22,96 $. Deutlich im Minus tendierten die Aktien des Softwareherstellers Intercept, die rund 26 % auf 7,00 $ einbrachen. Das Unternehmen hatte auf Grund schwacher Investitionen seiner Kunden die Gewinnprognose für 2002 gesenkt und seine Schätzungen für 2003 zurückgezogen.

Hochstufungen beflügeln Aktienkurse

Dagegen zog der Aktienkurs von United States Steel um rund 7,3 % auf 14,70 $ an, nachdem die Investmentbank Prudential Securities die Aktie des Unternehmens auf "Kaufen" von zuvor "Halten" hochgestuft hatte. Die auch in New York gehandelten Papiere des französischen Telekomausrüsters Alcatel kletterten rund 15,2 % auf 5,76 $. Händler begründeten dies mit Spekulationen, wonach bei einem Strategietreffen am kommenden Dienstag neue Umstrukturierungsmaßnahmen bekannt werden könnten.

Die Aktien des isländischen Biotechnologieunternehmens Decode Genetics kletterten in New York sogar um 41,4 % auf 2,97 $, nachdem die Investmentbank JP Morgan die Titel auf "Übergewichten" von "Neutral" hochgestuft hatte. Derzeit würden die Produktentwicklungen des Unternehmens zu wenig beachtet, hieß es zur Begründung.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,49 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 697 Werte legten zu, 1 588 gaben nach und 172 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,63 Milliarden Aktien 1 768 im Plus, 1 475 im Minus und vier unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 98-26/32. Sie rentierten mit 4,14 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten 14/32 auf 104-29/32 und hatten eine Rendite von 5,05 %.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×