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27.06.2000

17:35 Uhr

ap FRANKFURT/MAIN. Eine Entscheidung über eine mögliche Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank soll offenbar bis spätestens Ende Juli fallen. Bankenkreise bestätigten einen entsprechenden Bericht der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe). Offenbar hätten sich die Bankhäuser wegen zunehmender Unruhe in den Belegschaften entschlossen, das Tempo ihres Gedankenaustausches zu verschärfen, schrieb das Blatt. Ein Commerzbank-Sprecher sagte, es handle sich um Gerüchte, die man nicht weiter kommentiere. Der Geschäftsführer des Commerzbank-Großaktionärs Cobra, Hansgeorg Hofmann, erteilte einer möglichen Fusion der Institute unterdessen eine Absage.

Hofmann sagte, er halte eine internationale, paneuropäische Lösung für weitaus attraktiver als eine Fusion mit der Dresdner Bank. "Es muss ja nicht zu einer Zerschlagung kommen", sagte er der "Berliner Zeitung". In einer rein innerdeutschen Lösung sehe er keine Synergie-Effekte, die Kunden, den Mitarbeitern oder Aktionären zu Gute kommen könnten. Sie werde nur zehntausende Arbeitsplätze kosten.

Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle sagte im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" und der französischen "Le Monde" (Mittwochausgaben), bei der möglichen Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank halte sich die Allianz "derzeit alle Optionen offen". Schulte-Noelle sagte weiter, die Beteiligung seines Hauses an der Dresdner Bank (21,7 %) sowie der HypoVereinsbank (17,4 %) seien strategischer Natur. Dies gelte jedoch nicht für die Anteile, die die Allianz an der Deutschen Bank halte. Diesen Fünf-Prozent-Anteil werde der Konzern mittelfristig verkaufen.

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